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Köln. Fünf Großunternehmen werden im Rahmen eines Modellversuchs ab September die anonyme Bewerbung einführen. Alle wesentlichen Persönlichkeitsdaten werden von diesem Zeitpunkt an geschwärzt, um somit Rückschlüsse auf den Bewerber zu verhindern. Es soll getestet werden, ob dadurch eine größere Gerechtigkeit und Chancengleichheit am Arbeitsmarkt erzielt werden kann.
Laut aktuellem, repräsentativen mingle-Trend, für den 1.000 Personen online befragt wurden, begrüßen 61% der Deutschen das Projekt. Insbesondere Frauen und ostdeutsche Bundesbürger befürworten die Initiative der anonymen Bewerbung.
Die Antidiskriminierungsstelle hält die „candidature sans visage“, die Bewerbung ohne Gesicht, wie sie auf französisch genannt wird, für notwendig, da besonders in der wichtigen ersten Bewerbungsphase sehr stark diskriminiert werde. Dieser Aussage schließt sich auch die große Mehrheit der Deutschen an. Laut aktuellem mingle-Trend finden 61% das geplante Vorgehen gut. Insbesondere Frauen und ostdeutsche Bundesbürger befürworten die Initiative der anonymen Bewerbung, was wenig erstaunlich ist, da sie auf dem Arbeitsmarkt mitunter geringere Chancen haben.
Unter Männern und Besserverdienern hingegen, die selten von Diskriminierung bei der Bewerbung betroffen sind, spricht sich eine knappere Mehrheit für die Initiative aus.
Sollte der Modellversuch positiv ausfallen und die anonyme Bewerbung, wie zum Beispiel schon in Belgien der Fall, obligatorisch für alle Unternehmen eingeführt werden, bleibt zu regeln, wie die Bewerber kontaktiert werden sollen, ohne Angabe von Kontaktdaten...
Datenbasis der BefragungGrundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen, Erhebungszeitraum: 26. bis 30.08.2010
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Weitere Ergebnisse und Grafiken sind unter folgendem Link zu finden:
mingle-trend.respondi.com/../anonyme-bewerbung..