Tagesgeld oder Festgeld
Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld haben viele Vorteile und bieten sichere Zinseinnahmen, doch durch die Einführung der Abgeltungsteuer sollten bei Anlageentscheidungen die steuerlichen Aspekte berücksichtigt werden. Tagesgeld gelten genau wie Festgeldanlagen als äußerst sichere Anlagen. Beim Tagesgeld kann das Geld recht kurzfristig angelegt werden und ist trotzdem schnell wieder verfügbar. Das Geld wird hier lediglich für die Dauer eines Tages angelegt. Die Vorteile gegenüber einem Girokonto bestehen unter anderem darin, dass ein höherer Zinssatz gezahlt wird. Während bei einem Girokonto in der Regel ein jährlicher Zinssatz von gerade einmal 0,5% gezahlt wird, liegen aktuelle Tagesgeldzinsen im Segment von 1% bis 3% pro Jahr.
Das Festgeld liefert ähnliche hohe Sicherheiten, wie es beim Tagesgeld der Fall ist. Unterschiede zeigt diese Anlageform vor allem darin, dass das Geld nicht bereits am nächsten Tag wieder zur freien Nutzung verfügbar ist, sondern für eine gewisse Zeitspanne fest angelegt ist. Während dieser Anlagezeit ist es nicht möglich, das Geld zu bewegen, bzw. über das Geld zu verfügen. Wer sich als Kunde für ein Festgeld entscheidet, wird sich auch Gedanken bezüglich der Laufzeit machen müssen. Für höhere Laufzeiten wird den Kunden in der Regel eine höhere Rendite angeboten.
Wann werden die Zinsen gezahlt?
Beim Tagesgeld ist es möglich, dass die Zinsen einmal im Monat, einmal im Quartal, oder aber auch nur einmal im Jahr gezahlt werden. Gerade in Hinsicht auf den Zinseszinseffekt ist es wichtig, die Unterschiede genau zu berechnen. Beim Festgeld kann bei einigen Banken entschieden werden, ob die Zinsen jährlich, oder aber auch erst am Ende der Laufzeit gezahlt werden müssen. Unterschiede ergeben sich hierbei vor allem mit Blick auf die Abgeltungsteuer.
Was ist die Abgeltungsteuer?
Die Abgeltungsteuer ist eine Kapitalsteuer, die auf z.B. Zinseinkünfte zu zahlen ist. Dabei hat jeder Bundesbürger einen gesetzlichen Freibetrag, der ihm steuerfrei an Zinseinkünften zur Verfügung steht. Dieser Freibetrag beträgt 801 Euro pro Jahr. Zinseinkünfte, die darüber liegen, werden mit der Abgeltungsteuer besteuert. Die Abgeltungsteuer wird dabei direkt vom Bankinstitut abgeführt.
Prozentsätze und Vorteil der Abgeltungsteuer
Die Höhe der Abgeltungsteuer beträgt 25%. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls die Kirchensteuer. Vorteile bringt die Abgeltungsteuer vor allem Anlegern, die weit mehr Zinsen erwirtschaften, als der Freibetrag beträgt. Nach der alten Regelung mussten diese Einkünfte bei der Einkommenssteuer mit angegeben werden. Somit werden sie nach dem persönlichen Steuersatz erfasst. Durch die neue Regelung ist es möglich, dass der persönliche Steuersatz weitaus höher liegt, auf Zinseinkünfte allerdings dennoch nur die gesetzlich festgeschriebene Abgeltungsteuer gezahlt werden muss. Sie lohnt sich also vor allem für Menschen, die sonst einen wesentlich höheren Steuersatz haben.
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Autor: Christian Hübsch