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ANLAGEBETRUG: Abzocker am Werk

Autor: goerich | Erstellt am: 09.11.2009 | Gelesen: 1599
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Neuste Masche ECOTRADE Invest AG, Die Staatsanwaltschaft Ermittelt

ANLAGEBETRUG
ANLAGEBETRUG
Die Schweizer Firma ECOTRADE Invest AG wirbt mit falschen Versprechungen und verkauft wertlose Aktien
Von Redakteur Uli Görich

Die Staatsanwaltschaft NRW lebt Wand an Wand mit dem Bösen. Oberstaatsanwalt Bauer findet das praktisch: „Um die Büros der Firma ECOTRADE zu durchsuchen, mussten die Polizisten nur ins Nachbarhaus marschieren."

Das war vergangene Woche. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte bei der ECOTRADE Invest AG so viel belastendes Material, dass die Beamten es bis heute noch nicht vollständig auswerten konnten.

Unterdessen arbeitet die ECOTRADE frech weiter. Und versucht unverändert, Anlegern ihre wertlosen Aktien anzudrehen. Besonders gern Spekulanten, die schon von Betrügern geschröpft wurden – deren Adressen werden unter Anlagehaien teuer gehandelt.

Mindestens 3000 Opfer hat die ECOTRADE Invest AG bereits hereingelegt. Vermuteter Vermögensschaden: 20 Millionen Euro.

Versprechungen. Die ECOTRADE lockt mit hohen Gewinnen – bis zu 600 Prozent. Der Anleger kauft eine Aktie der ECOTRADE  Invest AG für ca. 2 Euro (Nennwert 0,01 SF). Diese Pennystocks werden angeblich später an der Frankfurter Börse FWB zu  6-8 Euro verkauft. Angepeilter Gewinn: 300 bis 400 Prozent.

Dichtung und Wahrheit. Die Angaben der ECOTRADE klingen gut, stimmen aber alle nicht.

Behauptung: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat den Prospekt testiert. Tatsache: Die KPMG hat nie ein Gutachten geschrieben.

Machwerk. Fachblätter hatten schon lange vor der ECOTRADE  Invest AG gewarnt. So urteilte der „Gerlach Report": „Die ECOTRADE und das Umfeld erscheinen reichlich undurchsichtig." Noch deutlicher kritisierte „Kapitalmarkt intern" den Werbeprospekt der Firma: „Ein inhaltsleeres Machwerk mit epochalem Geschwafel."

Nach Angaben von Interpol ermittelt inzwischen sogar die Schweizer Börsenaufsichtsbehörde FINMA gegen die ECOTRADE Invest AG. Grund: Versprochene Übernahmegeschäfte und Kursmanipulationen.

Besonders obskur: Der Mann hinter der ECOTRADE. Als Geschäftsführer fungieren Bekannte Finanzbetrüger aus Düsseldorf. Die wiederum in der Vergangenheit rund 50 000 Anleger um 700 Millionen € betrogen.

Briefe und Telefonate werden nicht beantwortet oder zu obskuren Neben- und Auslandsfirmen umgeleitet so zum Beispiel zur MIDAS Consult.

WAS NUN?
1.Zunächst keine Strafanzeige. Das warnt die Betrüger. Sie könnten das ergaunerte Geld in Sicherheit bringen.
2. Aktien SOFORT Verkaufen... zu langes zögern könnte Totalverlust bedeuten.
3. Schnell handeln. Die Arrestpfändungsfrist beträgt nur einen Monat!
4. Prozess führen. Anschließend die Anlagebetrüger verklagen und Strafanzeige erstatten
 
 
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