Angststörung-Info-Paket
Eine Angststörung ist eine psychische Erkrankung, die in vielen Fällen einer psychologischen Behandlung bedarf, wobei die Angststörung eine der häufigsten psychischen Störungen ist. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder vierte Mensch mindestens einmal in seinem Leben an einer Angststörung erkrankt. Das bedeutet, dass allein in Deutschland mehrere Millionen Menschen, an einer Angststörung leiden oder darunter gelitten haben.
Die Angststörung muss weiter differenziert werden. Dabei unterscheidet man zwischen
- Phobischen Störungen und
- weniger spezifischen Erkrankungen.
Die phobischen Störungen sind dadurch gekennzeichnet, dass Betroffene vor ganz spezifischen Dingen oder Situationen eine übersteigerte Angst aufweisen, vor denen andere Menschen keine Angst bzw. nur eine sehr geringe Furcht haben.
Weit verbreitet ist unter den phobischen Störungen beispielsweise die Spinnenphobie, die Flugangst oder die Klaustrophobie, also die Angst vor engen Räumen.
Nicht jede Phobie ist zwingend behandlungsbedürftig. Hat man beispielsweise eine Pferdephobie, so kann der Betroffene in der Regel ein vollkommen normales Leben führen. Andere Phobien, wie die soziale Phobie (extreme Schüchternheit) oder die Agoraphobie (Platzangst) hingegen sind nicht so einfach zu ignorieren, da diese in der Regel mit einer verminderten Lebensqualität einhergehen.
Neben diesen spezifischen Ängsten, gibt es innerhalb der Angststörung noch eine weitere Gruppe, die weniger spezifischen Ängste. Hier sind vor allem die Generalisierte Angststörung und die Panikstörung zu nennen.
Die Panikstörung ist durch immer wieder auftretende Panikattacken gekennzeichnet, die den Betroffenen sehr belasten und in vielen Fällen sogar dazu führen, dass sich der Betroffene extrem einschränkt. Ein weiteres Merkmal der Panikstörung ist die Angst vor der Angst. Das bedeutet, dass allein die Angst vor einer Panikattacke diese erst auslösen kann.
Die Generalisierte Angststörung ist durch extreme Sorge und Ängste charakterisiert, die vollkommen unspezifisch sind. Diese übersteigerte Sorge führt mitunter dazu, dass ein normales Leben nicht mehr möglich ist.
Extreme Unruhe und ständige Anspannung sind weitere Merkmale der generalisierten Angststörung. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen, welche die generalisierte Angststörung aufweisen, davon überzeugt sind, an einer schweren körperlichen Erkrankung zu leiden. Deshalb wird diese Form der Angststörung meist von einem Haus- oder Facharzt diagnostiziert, bei denen die Betroffenen aufgrund der vielfältigen Symptomatik regelmäßig zu Besuch sind.
Zu den Symptomen der generalisierten Angststörung gehören unter anderem:
- Schwindel
- Herzrasen
- Schlafstörungen
- Innere Unruhe.
Die Panikstörung und die generalisierte Angststörung gehören sicherlich zu den Angststörungen, die in den meisten Fällen behandlungsbedürftig sind. Mit der richtigen Therapie sind die Aussichten auf Heilung gut.
Für eine Angststörung sollte man sich im Übrigen nicht schämen, auch wenn man in einigen Fällen von seinem Umfeld belächelt wird. Denn die Angst vor harmlosen Spinnen, Blut oder sogar Wasser und Speiseeis sind für die meisten Menschen schwer nachzuvollziehen.
Autor: Sebastian Krämer