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Angaben zur Korrelation von Anlageklassen derzeit nur eingeschränkt gültig

Autor: Daniel Franke | Erstellt am: 11.12.2008 | Gelesen: 1203
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die bisher gültige Regel, dass es Anlageklassen gibt, die sich voneinander unabhängig entwickeln, scheint im Jahr der Finanzmarktkrise 2008 nicht mehr gültig zu sein.

Investmentsparen.net informiert: Bis zum Ausbruch der Finanzmarktkrise 2007/2008 gab es Anlageklassen, die sich nach allgemeinem Kenntnisstand und beruhend auf den Erfahrungen von Jahrzehnten relativ oder sogar gänzlich unabhängig voneinander entwickelt haben. Im Zuge der modernen Portfoliotheorie wurde denn auch geraten, das eigene Portfolio aus möglichst wenig miteinander korrelierenden Anlageklassen aufzubauen.

Dabei gab es fundierte wissenschaftliche Untersuchungen, welche Anlageklassen sich untereinander wie genau entwickelten. Eine Übersicht dazu finden interessierte Leser auf www.investmentsparen.net/korrelation.html.

Seit Anfang 2008 scheinen diese Tatsachen jedoch nicht mehr zu gelten. Nicht nur die Aktienmärkte gingen auf Talfahrt, auch Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle und Immobilien verloren an Wert. War die bis dahin allgemeingültige Annahme der unabhängigen Wertentwicklung einzelner Anlageklassen also nicht mehr gültig?

Die Antwort darauf ist ein eindeutiges Nein. Die Theorien zur Korrelation gelten weiterhin, nur gibt es seit Beginn 2008 eine derartige Unsicherheit an den Märkten, dass Investoren zum einen alles verkauften, was sich im Portfolio befand, und andere Investoren aufgrund des als Deleveraging Zurückfahrens von Kreditlinien Zwangsverkäufe in ihren Portfolios vornehmen mussten. Dabei wurden natürlich als erstes die Anlageformen verkauft, die sich bis dahin noch am besten gehalten – sprich unabhängig von der eigentlichen Krise entwickelt hatten.

Langfristig wird es die Korrelation mit Sicherheit wieder in ihrer altbekannten Form geben. Das beste Beispiel sind seit einigen Monaten Staatsanleihen, in welche Investoren auf der ganzen Welt gewaltige Summen umgeschichtet haben, weil sie diese Anlageklasse derzeit als am sichersten ansehen. Staatsanleihen haben sich also in dieser Zeit unabhängig vom Geschehen an den Aktienmärkten entwickelt bzw. liefen sogar gegenläufig dazu.

Aus diesem Grund sollten Anleger auch weiterhin die Grundzüge der Korrelation beim Aufbau eines eigenen Portfolios berücksichtigen und verschiedene Anlageklassen untereinander kombinieren.

Daniel Franke
 
 
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