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Analogkäse: Debatte zu emotional

Autor: tierschutz | Erstellt am: 18.06.2009 | Gelesen: 1102
Kategorie: Essen - Trinken & Rezepte | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Analogkäse: Debatte zu emotional Analogkäse: Debatte zu emotional

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Die Milchindustrie schlägt zurzeit Alarm, weil nicht alles aus Käse ist, was aus Käse zu sein scheint. Richtig ist: Die Verbraucher sollten ehrlich informiert werden – allerdings auch über die Vorteile, die die Verwendung von Analogkäse mit sich bringen kann.

Analogkäse hat beispielsweise weniger Kalorien und weniger gesättigte Fettsäuren als Käse aus Milch. Kommt der Käse-Ersatz sogar ganz ohne Milchbestandteile aus, profitieren auch diejenigen, die eine Laktoseunverträglichkeit haben oder Milchprodukte aus ethischen Gründen ablehnen.

Analogkäse hat außerdem einen Klimabonus: Milchkühe produzieren große Mengen des Treibhausgases Methan. Und für die Produktion von einem kg Käse werden oft mehr als 10 Liter Milch benötigt. Käse gehört damit zu den klimaschädlichsten Nahrungsmitteln überhaupt. Damit der Käse-Ersatz seinen Klimavorteil voll ausspielen kann, muss jedoch auch sichergestellt werden, dass Zutaten wie Palmöl aus nachhaltiger Landwirtschaft stammen.

Und nicht zuletzt sind immer weniger Kühe auf den Weiden zu sehen, weil die modernen Hochleistungstiere so überzüchtet sind, dass sie buchstäblich ins Koma fallen würden, wenn man ihnen Gras statt konzentriertem Kraftfutter anböte. „So etwas muss man ja als Verbraucher nicht unbedingt unterstützen", kommentiert Mahi Klosterhalfen von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Vieles spricht daher dafür, das Thema nicht so sehr zu emotionalisieren wie es die Interessensgruppen aus der Milchwirtschaft derzeit tun. Analogkäse ist herkömmlichem Käse in vielen Punkten überlegen.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich seit 1999 erfolgreich gegen die industrialisierte Massentierhaltung ein. Sie begrüßt Fortschritte in der Lebensmittelforschung, die uns weniger abhängig von tierischen Produkten machen. Mehr erfahren Sie auf www.albert-schweitzer-stiftung.de.

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Schoelerpark 5
10715 Berlin

Kontakt:
Mahi Klosterhalfen
Tel.: 030 – 86 39 16 59
Mobil: 0178 – 46 46 244
presse@albert-schweitzer-stiftung.de
 
 
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