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Hamburg (27.10.2009) - In seinem Oscar- und Cesar-prämierten Werk lässt Jean-Jacques Annaud (Der Name der Rose, Sieben Jahre in Tibet) die Steinzeit wiederauferstehen. Orientiert an Geschichte und Evolutionsforschung bietet die gefährliche Reise der drei Hauptdarsteller einen bemerkenswert authentischen Einblick in eine vom fiktionalen Film bisher kaum berührte Zeit. Für das einzigartige Filmprojekt schuf Romanautor und Linguist Anthony Burgess eigens eine aus hundert Lauten bestehende Urzeit-Sprache. Mimik, Gestik und Verhalten probten die Darsteller monatelang, wobei ihnen neben Burgess der Verhaltensforscher Desmond Morris beratend zur Seite stand.
Doppel-DVD und Blu-ray umfassen ca. sechzig Minuten Bonusmaterial und einen Audiokommentar des Regisseurs über die außerordentlichen Umstände der Dreharbeiten. Die Doppel-DVD enthält außerdem ein 20-seitiges Booklet mit einem Wörterbuch über die Sprache der Ulam. Die Blu-ray enthält ein 4-seitiges Booklet mit einem Auszug aus dem Wörterbuch.
Inhalt:Vor 80.000 werden drei Männer vom Stamm der Ulam ausgesandt, um Feuer zu finden. Denn die Flamme, die Wärme und Schutz vor wilden Tieren gewährleistete, ist erloschen. Naoh, Amoukar und Gaw werden auf ihrer Suche von Säbelzahntigern, Mammuts und fremden Stämmen bedroht. Sie retten die junge Frau Ika aus den Händen von Kannibalen. Die neue Gefährtin kennt sich in der Kunst des Feuermachens aus und schließlich entwickelt sich eine tiefere Bindung zwischen Naoh und Ika.
Hintergrund:Als Jean-Jacques Annaud die Idee erstmals äußerte, einen authentischen Steinzeit-Film zu drehen, wurde er schlichtweg für verrückt und das Projekt für nicht realisierbar erklärt. Schließlich gelang es ihm, 20th Century Fox für seinen Film zu begeistern, unter Umwegen wurde daraus eine Koproduktion, an der Kanada, Frankreich und die USA beteiligt waren. Insgesamt dauerte es fünf Jahre, ehe die Finanzierung den Start des Filmprojektes zuließ.
Die Steinzeit brachte besondere Herausforderungen mit sich, zumal sich die Produktion zum Ziel gesetzt hatte, die Welt des prähistorischen Menschen möglichst originalgetreu wiederauferstehen zu lassen.
Gedreht wurde "Am Anfang war das Feuer" in Kanada, Schottland und Kenia – es handelt sich dabei außchließlich um Außendrehorte. Die Bedingungen waren oftmals nicht sehr komfortabel, um nicht zu sagen, widrig. Zum Teil war es so kalt, dass viele Szenen nur ein einziges Mal gedreht werden konnten – bei einer Wassertemperatur von 0 C im Moor wäre jeder weitere Take eine Zumutung gewesen.
Die Entwicklung der aufwändigen Masken dauerte ein ganzes Jahr, die Verwandlung jedes einzelnen Schauspielers in einen Steinzeit-Menschen dauerte insgesamt fünf Stunden, nach Drehende wurden wiederum zwei Stunden benötigt, um wieder zurück in die Gegenwart zu kehren.
Die Darsteller mussten sich an das Laufen ohne Schuhe gewöhnen und liefen wochenlang kreuz und quer mit Schuhen ohne Sohle durch New York.
Die Mammuts wurden durch Elefanten dargestellt, die zuvor über Monate hinweg langsam daran gewöhnt wurden, mit Fellen behängt zu werden. Für die Säbelzahntiger wurden spezielle Gebisse angefertigt, die Löwen angepasst wurden, auch sie mussten durch Tierdompteure in einem langwierigen Prozess mit der Verkleidung vertraut gemacht werden.
Schließlich erwies sich auch die Kunst des Feuermachens als gar nicht so einfach. Keiner war in der Lage, beim Dreh in Kenia tatsächlich ein Feuer in Steinzeitmanier zu entfachen Rettung erschien schließlich in Person eines Massai, der daraufhin spontan als Schauspieler rekrutiert wurde und im Abspann als 'Walter Massai' aufgeführt wird.