Revival an Dirndl und Lederhosen auf der Oktoberfest
Am 17. September ist es wieder so weit: Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude wird mit dem traditionellen Fassanstich das Münchner Oktoberfest eröffnen. Vermutlich benötigt er dafür wie in den letzten Jahren nur wenige Schläge: Seit 1993 leitet er nämlich die Geschicke der bayerischen Landeshauptstadt und hat damit beim Anzapfen des ersten Festbierfasses schon Routine.
„O'zapft is!" am 17. September 2011 ist es wieder soweit
Mit dem Spruch „O'zapft is!" aus dem Mund des Oberbürgermeisters, nachdem die ersten Maßkrüge gefüllt sind, kann der alljährliche Trubel beginnen. Auch dieses Jahr werden bis zum Ende des Volksfestes am 03. Oktober wieder Millionen Menschen auf die Theresienwiese strömen. Das geschichtsträchtige Ereignis, das sich zum 178. Mal jährt, gilt als eines der größten Volksfeste der Erde. Dementsprechend ist es auch längst kein Ereignis mehr, das nur Münchner und Bewohner der Umgebung anlockt. Ein immer höher werdender Anteil der Besucher sind Gäste aus dem Ausland, die oftmals sogar extra wegen des Fests nach Deutschland reisen.
Zurück zu den Wurzeln des Oktoberfestes
In den vergangenen Jahren sahen die Macher des Oktoberfestes mit zunehmender Sorge, dass es eine aus ihrer Sicht übertriebene Tendenz hin zu einer Art Ballermann auf der Wiesn gibt. Der ursprüngliche Gedanke ging immer mehr verloren, stattdessen ertönten in den Bierzelten fast nur noch Partyhits. Seit 2005 darf deshalb bis 18 Uhr nur noch bayerische Blasmusik gespielt werden. Auch die Lautstärke ist begrenzt. Diese Maßnahmen wurden unter dem Motto Ruhige Wiesn durchgeführt. So sollen auch Familien mit Kindern das Festgelände tagsüber bedenkenlos besuchen können. Zudem gibt es seit letztem Jahr einen abgetrennten Bereich, auf dem das Historische Oktoberfest, dieses Jahr Oide Wiesn genannt, stattfindet. Hier kommen unter anderem Liebhaber alter Fahrgeschäfte auf ihre Kosten.
Keine Frage des Geldbeutels: Günstige Dirndl und Lederhosen
Back to the Roots: Das gilt auch für die Bekleidung. Es ist festzustellen, dass eine wachsende Anzahl an Männern und Frauen in Tracht das Oktoberfest besucht. Es gibt ein wahres Revival an Dirndl und Lederhosen. Der Anstoß kam von Designern, welche die traditionelle Bekleidung vom antiquierten Ruf befreit haben. Mittlerweile sind
günstige Dirndl und Lederhosen in vielen Kaufhäusern zu finden. Insbesondere bei den Trachten für Frauen gibt es hinsichtlich der Farben, des Schnittes und der Stoffe eine große Auswahl an verschiedenen Modellen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte. Ist es für erwachsene Frauen schon ein Erlebnis, so bekleidet auf die Wiesn zu gehen, trifft dies erst recht auf Mädchen im Kindesalter zu: Auch für sie gibt es zahlreiche günstige Dirndl zu kaufen.