Private Altersvorsorge
Aus einer TNS-Infratest-Umfrage der Allianz wurde ersichtlich, dass berufstätige Frauen im Alter von 20 bis 60 Jahren insgesamt über weniger Versicherungen als Männer verfügen. Dabei stellt sich heraus, dass Frauen hauptsächlich ihr Eigentum mit dem Abschluss von Sachversicherungen schützen.
Das Risiko der Auswirkung von Krankheiten auf die Berufstätigkeit oder die langfristige Absicherung des Ruhestandes scheint noch nicht ausreichende Bedeutung erlangt zu haben. In Folge dessen sind Berufsunfähigkeitsversicherungen oder eine private Altersvorsorge bei Frauen wenig verbreitet. Im Vergleich dazu sieht es bei den Männern besser aus, auch wenn hier ebenfalls noch Optimierungsbedarf besteht: Während beispielsweise nur 19 Prozent der berufstätigen Frauen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, verfügt laut der TNS-Infratest-Umfrage immerhin jeder dritte Mann über diese Form der Absicherung.
Eine Ursache für diese Umstände sind unter anderem die statistisch nachgewiesenen niedrigeren Gehälter der Frauen. Im Unterschied zu Männern leben Frauen im Durchschnitt jedoch fünf Jahre länger, was folglich zu einer ausgedehnten Phase des Ruhestands führt. Hinsichtlich einer zukünftig immer schmaleren gesetzlichen Rente und vor dem Hintergrund, dass Frauen im Alter meist auch eine geringere Rente beziehen als Männer, müssten sie letzten Endes für ihre Zukunft größere Rücklagen aus einem niedrigeren Einkommen bilden. Eine private Altersvorsorge und Absicherung ist für diese Zielgruppe deshalb von besonderer Wichtigkeit.
Zur Reduzierung der Versorgungslücke der Frauen sind flexible Anlagemöglichkeiten gefragt. Die Wahrscheinlichkeit eines stetigen Gehaltes ist bei Frauen geringer als bei Männern, da sie öfter als diese aufgrund von Familienplanung für einige Jahre aus dem Berufsleben aussteigen oder in Teilzeit arbeiten.
Von Interesse für weibliche Anleger sind deshalb Altersvorsorgevarianten, bei welchen die Einzahlungen an das bestehende Einkommen angepasst werden können. Auch ein langfristig ausgerichtetes Portfolio, das Anlagen mit einem höheren Risiko beinhaltet, eignet sich, um den finanziellen Nachteil mit ertragsstärkeren Investitionen auszugleichen.
Für Frauen gilt, schon frühzeitig mit einer privaten Altersvorsorge anzufangen, um mögliche Verluste bei der Rente kompensieren zu können und im Alter keine Einbußen des Lebensstandards hinnehmen zu müssen. Dabei ist zur sicheren Entscheidungsfindung eine individuelle Vorbereitung und optimale Auswahl der
Altersvorsorge wichtig, die durch eine qualifizierte Beratung gestützt wird.
Autorin: Verena Wissen
JuMaFinanz UG (haftungsbeschränkt)