Nur wenige Gesetze aus der Regierungszeit Schröder waren so erfolgreich wie die Riester Rente. Wurde dieses Konzept der zulagengeförderten Altersvorsorge anfangs noch als bürokratisches Monster belächelt, scheint es zunehmend zum Erfolgsmodell zu werden.Dass man sich um seine
Altersvorsorge rechtzeitig kümmern sollte, das ist nichts Neues. Dass genau das mit der
Riesterrente gar nicht so schwer ist, ist allerdings noch nicht bei jedem angekommen. Doch was genau ist diese Riesterrente? Benannt wurde sie nach dem Minister, der sie eingeführt hat, Walter Riester. Der kürzte in seiner Amtszeit die regulären Renten, führte jedoch gleichzeitig diese staatlich geförderte Form der privaten
Altersvorsorge ein. Er wollte damit einen großen Schritt hin zur Normalität von privaten Rentenversicherungen machen und gleichzeitig das im Altershaushalt durch die Kürzung entstehende Loch nicht einfach so im Raum stehen lassen, sondern einen Beitrag dazu leisten dass aktive Vorsorge Normalität wird.
Konkret gibt es
Zulagen und
Steuerersparnis. Die Grundzulage in Höhe von 154 Euro jährlich bekommt jeder Sparer bei Riester, kindergeldberechtiger Nachwuchs führt zu einer Kinderzulage von 185 Euro pro Kind im Jahr - die übrigens automatisch erst mal der Mutter zugeordnet wird - und die einmalige Extrazulage von 200 Euro nur Berufseinsteiger unter 25. Die Bedingung dafür ist es, 1. zulagenberechtigt zu sein und 2. einen erforderlichen Eigenanteil von mindestens vier Prozent des Einkommens zu leisten - bei nur anteiligem Eigenbeitrag erhält man auch nur noch eine anteilige Zulage vom Staat. Die
Steuerersparnismöglichkeit bezieht sich auf einen Sonderausgabenabzug, für den die Beiträge zur
Riesterrente bis zu einer Höhe von 2.100 Euro pro Jahr abzugsfähig sind. Wenn diese Ersparnis größer ist als die Zulage, die abgezogen wird, bekommt man sogar eine Steuergutschrift für die
Ermittlung der Einkommenssteuer. Im Internet kann man sich ausführlich und kostenfrei über die umfangreichen Möglichkeiten der
Riesterrente informieren.
Andreas Mettler