Alternativen zum Studium
Berufsausbildung bedeutet nicht zwingend, ein zeitaufwendiges Studium auf sich nehmen zu müssen, da es genügend Alternativen gibt. Sie sollten sich allerdings schon rechtzeitig vor Beendigung Ihrer Schullaufbahn überlegen, welchen Beruf Sie erlernen möchten. Sofern Sie sich entscheiden, den Arztberuf zu ergreifen oder als Jurist Karriere zu machen, wird Ihnen ein mehrjähriges Hochschulstudium sicher nicht erspart bleiben.
Es gibt jedoch auch interessante Berufe, die kein Studium erfordern, sondern über eine betriebliche oder behördliche Ausbildung erlernt werden können. Grundlegende Informationen zu den verschiedenen aktuellen Ausbildungsberufen vermitteln Einrichtungen wie die Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer. Die betriebliche Lehre stellt in Deutschland die häufigste Form der Ausbildung dar und ist mit dem Besuch der Berufsschule verbunden. Sehr gefragt sind Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst, die Ihnen auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten noch ein gewisses Maß an Sicherheit bieten können. Der Einstieg in den öffentlichen Dienst ist je nach Fachbereich nicht an ein vorausgehendes Hochschulstudium gebunden, sondern kann über eine Ausbildung in den jeweiligen Behörden erfolgen.
In den Verwaltungen verschiedener Betriebe aus nahezu allen Wirtschaftszweigen können Sie sich zur kaufmännischen Fachkraft ausbilden lassen und nach erfolgreichem Abschluss sowohl in Industrie, Handels- oder Handwerksbetrieben als auch im Dienstleistungsbereich oder bei Verbänden und Organisationen arbeiten. Sofern Sie sprachbegabt sind und Freude daran haben, Fremdsprachen zu erlernen, bietet sich der Besuch einer entsprechenden Berufsfachschule oder einer anderen Bildungseinrichtung an, um dort eine Ausbildung als Fremdsprachensekretär/in zu absolvieren. Diese schulische Ausbildung dauert für gewöhnlich 1-2 Jahre, kann aber durchaus auch 3 Jahre in Anspruch nehmen, wenn sie zusätzlich einen längeren Auslandsaufenthalt zur Intensivierung der erworbenen Sprachkenntnisse beinhaltet.
Verfügen Sie über Führungsqualitäten und haben Freude daran, anderen Ihr eigenes Wissen und Ihre Erfahrungen zu vermitteln, möchten aber nicht gleich einen Managerposten bekleiden, bietet sich eine
Trainerausbildung an. Diese können Sie in verschiedenen Bereichen wie etwa Personal Coaching, Fitness und Gesundheit oder Erwachsenenbildung bei unterschiedlichen Anbietern absolvieren. So ist beispielsweise eine Ausbildung zum Fitnesstrainer erforderlich, um eine professionelle Tätigkeit in einer Fitness-, Freizeit- oder Gesundheitseinrichtung ausüben zu können. Mit dieser Ausbildung haben Sie auch die Möglichkeit, an weiteren Aufbaukursen teilzunehmen, um Ihre erworbenen Qualifikationen zu erweitern und so Ihre Tätigkeit auf Fachbereiche wie beispielsweise Personal-Training oder Leistungsdiagnostik auszudehnen. Die Trainerausbildung bietet vielfältige Möglichkeiten, sich freiberuflich oder im Angestelltenverhältnis als Fach-, Vertriebs- oder Verhaltenstrainer in Betrieben und Institutionen aus unterschiedlichen Branchen zu etablieren.