Oftmals werden Personen, deren Gesundheitszustand oder soziales Verhalten ein Zusammenleben mit anderen Bewohnern erschwert oder unmöglich macht, von vielen Pflegeeinrichtungen gar nicht erst aufgenommen.
Hierfür gibt es Heime, die sich auf verschiedene medizinische Probleme spezialisiert haben. Beispielsweise haben viele Altersheime heutzutage eine eigene Demenzstation, die zum Teil auch als geschlossene Abteilung existieren kann, damit verwirrte alte Menschen nicht weglaufen können. Des Öfteren werden auch Rehabilitationsmaßnahmen angeboten, welche Patienten nach einer Operation den Weg zurück ins Leben erleichtern können. Dies gilt nicht nur für ältere, sondern auch für jüngere Menschen, die, bspw. nach einem Schlaganfall, pflegebedürftig sind.
Viele Pflegeheime haben eine, oft scherzhaft „Kinderstation" genannte, Abteilung, in der diese jüngeren Bewohner untergebracht sind. Des Weiteren wird häufig auch die sogenannte geriatrische Rehabilitation angeboten. Hierbei wird Menschen, die mehrere fachübergreifende Krankheiten haben, geholfen, ihre individuelle Selbständigkeit wiederherzustellen und es wird versucht, die Pflegebedürftigkeit nach einer schweren Krankheit zu vermeiden.
Zuletzt sei als Spezialisierung noch die Palliativversorgung erwähnt. Dabei handelt es sich um eine Form der Betreuung, welche sich explizit auf die Zeit vor dem Tode spezialisiert hat. Nicht jede Einrichtung bietet eine sterbebegleitende Pflege an. Könnte solch eine Versorgung in Frage kommen müssen, muss man sich vorher erkundigen, ob dies auch angeboten wird.
Sabine Arend
Geborgen im Alter