Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Alte Sprüche auf dem Prüfstand

Autor: TatjanaK | Erstellt am: 21.09.2007 | Gelesen: 18645
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

Eine Hand wäscht die andere

Eine weit verbreitete Einstellung im Arbeitsleben. „Aber nur weil es heißt, dass im Berufsleben nichts ohne Netzwerk läuft, sollte man sich weder ausnutzen lassen noch andere in die Pflicht nehmen", sagt die Karriereberaterin. Aufrechnen ist sinnlos: Mal hilft man ohne Gegenleistung, bekommt dann aber Unterstützung, ohne dass man sich revanchieren kann. In modernen Netzwerken geht es vorrangig um den Austausch von Erfahrungen. Nicht unterschätzen sollten Sie Ihre Kontakte bei der Stellensuche: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fand heraus, dass zwei Drittel der Firmen ihr Personal per Mundpropaganda rekrutieren. Empfehlen Sie aber niemanden, nur weil Sie dadurch selbst profitieren. Geklüngel schadet dem Ruf und bringt Kollegen gegen Sie auf.
 
Wahrheitsgehalt: 60 Prozent
 

morgenstundOrdnung ist das halbe Leben

Was für das Kinderzimmer galt, ist im Büro nicht komplett daneben. „Sauber und aufgeräumt muss Ihr Arbeitsplatz sein, wenn Sie dort Kontakt mit Kunden haben", meint Gitte Härter. „Ansonsten ist die Optik zweitrangig. Ihre Unterlagen sollten Sie aber mit einem Handgriff parat haben." Etwas großzügiger sehen das Eric Abrahamson und David Freedman, die Autoren von „Das perfekte Chaos": Nach ihrer Ansicht ist es überflüssig, jeden Vorgang als Erstes abzuheften. Wer die Akten ungeordnet auf seinem Tisch liegen hat, sich dafür aber sofort darum kümmert, arbeitet effektiver. Anders sieht es aus, wenn Kollegen an Ihren Aufgaben weiterarbeiten sollen – etwa weil Sie eine Teilzeitstelle haben oder im Urlaub sind. Ist an Ihrem Arbeitsplatz kein Ordnungssystem erkennbar, wirkt das unzuverlässig. Deshalb die Ablage beschriften und Dateien systematisch abspeichern.
 
Wahrheitsgehalt: 50 Prozent
 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

In dieser Weisheit steckt die Forderung nach Geduld. „Wer alles auf einmal will und nicht bereit ist, sich intensiv einzuarbeiten, bekommt irgendwann einen Dämpfer verpasst", weiß Gitte Härter. Karriere macht man nicht in ein paar Monaten: Erst muss man das Handwerk beherrschen und die Zusammenhänge kennen. Erwarten Sie also nicht von sich, alles sofort zu können oder zu durchschauen, sondern nehmen Sie sich Zeit zum Lernen. Dazu gehören auch Misserfolge, von denen Sie sich nicht entmutigen lassen sollten. Hier hilft das Feedback eines echten „Meisters": In der Regel geben erfahrene Mitarbeiter ihr Wissen gern weiter. Wenn Sie ernsthaft glauben, dass Ihre Fehlschläge keine Frage mangelnder Übung sind, sondern Sie mit der Position überfordert sind oder Ihnen das Fachgebiet nicht liegt, sollten Sie Rat von außen einholen – und Ihren Karriereweg korrigieren.
 
Wahrheitsgehalt: 100 Prozent
 

Morgenstund hat Gold im Mund

Eigentlich sind Sie noch gar nicht richtig wach, telefonieren aber schon mit einem wichtigen Kunden? Was Morgenmuffel ahnten, haben Tübinger Psychologen bewiesen: Anspruchsvolle Arbeit am frühen Morgen widerspricht der inneren Uhr. Denn zu dieser Zeit tut sich das Gehirn schwer, Informationen zu verarbeiten und in Handlungen umzusetzen. Chronobiologen raten deshalb: Schreiben Sie morgens auf, was bis zum Abend erledigt sein muss. Dann machen Sie alles, was sich schnell abhaken lässt – so ist die Liste kürzer. Für schwierige Tätigkeiten sollten Sie Ihre persönliche Primetime reservieren. Achten Sie auf Ihren Biorhythmus: Um wie viel Uhr haben Sie einen Durchhänger, wann fühlen Sie sich besonders leistungsstark? Viele Menschen haben gegen 11 und 15 Uhr ein Leistungshoch, die Konzentrationsfähigkeit ist oft am frühen Abend besonders hoch.
Wahrheitsgehalt: 0 Prozent
 

Man beißt nicht die Hand, die einen füttert

Hier geht es um die Loyalität zur Firma – und die ist laut Umfrage des Onlineportals Monster beschämend: Während sich 30 Prozent der Niederländer und Spanier mit ihrem Betrieb identifizieren, sind die Deutschen mit 7 Prozent das Schlusslicht in Europa. Ein neuer Trend. Im Gegensatz dazu hat man früher häu
fig ein Leben lang in einem Unternehmen gearbeitet und fühlte sich dem Inhaber fast familiär verbunden. „Loyalität heißt, dass Sie Betriebsinterna nicht mit Freunden besprechen oder vor Kunden über den Chef lästern", meint Gitte Härter. Aber nicht, dass Sie alles schlucken müssen, was Sie stört. Egal ob es um Ihr Gehalt geht oder um das schlechte Arbeitsklima: Setzen Sie sich unbedingt für Ihre Forderungen ein!
Wahrheitsgehalt: 80 Prozent
 

Wer viel anfängt, endet wenig

In der Ära des Multitaskings wirkt diese Weisheit verstaubt: Alles gleichzeitig lautet das Gebot der Stunde, wenn Chef, Computer und Telefon um die Aufmerksamkeit streiten. Wer aber alles auf einmal tun will, überfordert das Gehirn mit dieser Mehrfachbelastung. Er macht Fehler, verschwendet dadurch Zeit und verlernt das Denken, so eine Studie der Universität Michigan. „Setzen Sie Prioritäten und fragen Sie nach, welche Aufträge wie wichtig sind", rät Gitte Härter. Wird's besonders stressig, stellen Sie den Eingangston Ihrer Mails ab und hängen Sie einen „Bitte nicht stören! "Zettel an die Bürotür. Und bleiben Sie locker, wenn doch mal alles zusammenkommt: Multitasking ist anstrengend, funktioniert aber bei Frauen immer noch besser als bei Männern.

Wahrheitsgehalt: 70 Prozent

 
Seite : 1 [ 2 ]
 
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Geschichten & Anekdoten:
Es ist zu spät dir nachzutrauern ich will dich nur noch vergessen
Bist du dir der Macht der Angst und deiner Gedanken bewusst?
Prozess der Liebe
Vespertilio und Hanniball auf einer Sonntagstour
Die Anländerungordnung 1888 in der Rechtstatsachenforschung
Ein stiller Moment für die Ewigkeit
Wie alle ihre Schulden bezahlten
Die Totenbeschaugebührenregelung 1885 in der Rechtstatsachenforschung

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Alte Sprüche auf dem Prüfstand”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.