Erste Operationen am Auge wurden bereits in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts an der obersten Hornhautschicht des Auges, der Kornea, durchgeführt. Die Ärzte versuchten dabei die Kornea abzuflachen, um Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Jedoch führten diese Eingriffe aufgrund der Vernarbung der äußeren Hornhaut des Auges nicht zum gewünschten Erfolg. Erst seit den 1978er Jahren kommt in der refraktiven Chirurgie eine Methode zum Einsatz, bei der innere Hornhautschichten flächig abgetragen werden. Ende der 1980er Jahre wurde bei der Korrektur einer Sehschwäche dann zum ersten Mal auch der Laser eingesetzt. Ziel des Eingriffs war noch immer, die Hornhautschichten so zu verändern, dass die Sehschwäche ausgeglichen wird. Die Erklärung: Durch Abflachung der Hornhaut wird das Licht nicht mehr so stark gebrochen, so dass der Brennpunkt wieder die Netzhaut erreicht.
Beim Lasern werden grundsätzlich zwei Techniken unterschieden, und zwar die
LASEK- und die
LASIK-Methode. Beim Verfahren der Laser In Situ Keratomileusis (
LASIK) wird eine dünne Lamelle von der Hornhaut gelöst und zusammen mit dem schmerzempfindlichen Epithel zur Seite geklappt. Im nächsten Schritt wird dann die untere Gewebeschicht mit Hilfe des Laserstrahls korrigiert. Am Ende der Operation wird die angeschnittene Hornhaut wieder zurückgeklappt, sie wächst nach der Operation innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder an. Die Hauptvorteile dieser Operationsmethode bestehen in einer schmerzfreien Behandlung und in einem schnellen Heilprozess, d.h. der Patient kann schon kurz nach der Operation scharf sehen.
Bei der
LASEK-Methode wird das Epithel mechanisch aufgelöst. Danach kann ebenso wie bei der
LASIK-Operation das Zentrum der Hornhaut abgeschliffen werden. Auch hier erneuert sich das Epithel innerhalb weniger Tage.
Bei beiden Operationsverfahren haben sich verschiedene Varianten der Behandlung herausgebildet, welche erst nach der Bestimmung des Krankheitsbildes bzw. der körperlichen Verfassung jedes einzelnen Patienten festgelegt werden können.