Unsere Nieren haben als wichtigste Aufgabe, unseren Körper zu entgiften. Das heißt also, ihn von Stoffen zu befreien, die für den Körper schädlich sind. Kommt es zu Störungen in der Nierenfunktion, lagern diese Giftstoffe ein. Ein vergifteter Körper wird überempfindlich.
Minimalste Entgiftungsstörungen genügen
Dabei kommt es nach der Sichtweise der ganzheitlichen Medizin nicht darauf an, dass die Nieren bereits klinisch feststellbar krank sind. Gerade das führt häufig zu Missverständnissen. Laborwerte gut, Nieren in Ordnung. Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Die Erfahrung zeigt, dass gerade im Vorfeld einer Nierenerkrankung, wenn der Körper das noch verhindern will, er mit zunehmender Einlagerung von Giftstoffen immer sensibler wird, immer aggressiver reagiert. Damit öffnet sich der Weg zur Allergie.
Die Bedeutung des Mineralhaushalts
Eine weitere Aufgabe der Nieren, die im Zusammenhang mit der Allergie wichtig ist: Die Nieren steuern den Mineralhaushalt. Mineralien sind maßgeblich beteiligt an den Stoffwechselprozessen in den Zellen. Kommt es hier zu Irritationen kann der Organismus überempfindlich und aggressiv reagieren. Schließlich spielen sie im Stoffwechsel selbst eine entscheidende Rolle. Kommt es zu Stoffwechselstörungen hat dies häufig eine Abwehrstörung zu Folge. Und eine gestörte Abwehr ist eine Grundlage für Allergien.
Die Nieren als Hormondrüsen
Und schließlich: Die Nieren regulieren zusammen mit den Nebennieren den Hormonhaushalt. Und das Noradrenalin der Nebennieren bremst die Histamin-Ausschüttung, und damit eine Überreaktion des Immunsystems. Ein gestörter Hormonhaushalt, auf dem Boden einer gestörten Nierenregulation kann also auch eine Allergie fördern.
Beispiel: Hautallergie
Ein augenscheinliches Beispiel macht den Zusammenhang klar: Die Hautallergie. Kommt es zu einer Störung der Nierenfunktion kann der Organismus das Defizit über die Haut kompensieren. Nicht umsonst heißt ein altes chinesisches Sprichwort „Die Haut ist die dritte Niere". Und auch die Urologen kennen das. Im finalen Stadium eines Nierenversagens tritt eine Urämie auf, unter anderem gekennzeichnet dadurch, dass die Haut juckt und nach Urin riecht.
Aber nicht erst, wenn die Nieren klinisch nachweislich krank sind, reagiert die Haut. Bereits bei kleinsten Nieren-Regulationsstörungen kann es zu einer erhöhten Sensibilität der Haut kommen. Treten verstärkt Giftstoffe über die Haut nach außen und scheint dann die Sonne darauf, dann wird die Haut aggressiv und sie entzündet sich. Trifft dies auf einen gestörten Histamin-Haushalt, wie oben dargestellt, ist die Allergie perfekt. Wir sprechen von Sonnenallergie.
Für ganzheitliche Mediziner spielen die Nieren bei der Behandlung von Allergien also eine vielseitige Rolle.
Mehr zu diesen und weiteren Hintergründen aus der Sichtweise der ganzheitlichen Medizin sind im dem Gesundheitsportal www.mediportal-online.eu
Michael Petersen nachzulesen.