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Alle reden von der Krise - Wir auch!

Autor: g-textpr | Erstellt am: 27.10.2009 | Gelesen: 1847
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Ich verstehe von makroökonomischen Zusammenhängen nicht wirklich viel. Aber eins würde ich doch gerne mal wissen.

Was ist die Krise an der Krise?
Was ist die Krise an der Krise?

Die Krise verstehen - und ihr entgehen!

Die Banken dieser Welt haben letztes Jahr doch Bürgschaften von den jeweiligen Regierungen bekommen. In Amerika war die Rede von einer Zahl, mit 12 Stellen. Vor dem Komma. Meine naive Sicht auf die Dinge ist die, dass es doch jetzt Job der Baken wäre, den Unternehmen der globalen Wirtschaft, wieder Geld zu leihen, damit diese wiederum ihren Job machen können, also produzieren, handeln und beschäftigen. Wieso muss der Staat jetzt auch noch obendrauf den Unternehmen der Wirtschaft, zum Beispiel den Autobauer, die sauer verdienten Steuereuros der werktätigen Bevölkerung zur Verfügung stellen? Damit von dem Rest der sauerverdienten Euros, die nicht schon für die Steuer drauf gegangen sind, wieder Autos gekauft werden können? Klingt irgendwie nach einem verdammt guten Deal für die Autobauer! Hoffentlich bauen sie wenigstens endlich den 911er Porsche als 600 PS Ökoidiesel!

Dann ist da viel die Rede davon, dass die Banken einander nicht mehr trauen. Das erinnert mich an eine Kindergeschichte „Die kleinen Leute von Swabedoo". Man findet sie in ungezählten Versionen im Internet. In diesen Tagen der Kriese habe ich sie erneut gelesen und weiß jetzt, dass dieses Märchen der sichere Ausweg aus der Krise ist, vorausgesetzt, die Gewährung einer Bundesbürgschaft, geht einher mit der Verpflichtung zur Lektüre. Das Märchen handelt von dem Dorf Swabedoo. Unter den Einwohnern war es Sitte, einander bei jeder Gelegenheit weiche, wuschelige und hautfreundliche Gegenstände zu schenken. Plötzlich wurde dieses Dorf von einem bösen Kobold heimgesucht, der im Austausch gegen die wuscheligen Aufmerksamkeiten miderwertige schwarze kratzige, allerdings hübsch funkelnde Steine verteilte, die den Beschenkten umgehend traurig, geizig und gierig machen. Handelte es sich bei diesem Dorf etwa um das globale? Der Tauschhandel in diesem Dorf natürlich brach sofort zusammen. Meine Bitte an alle geneigten Leser, und nicht nur die Banker: Lest diese Geschichte! www.sagen.at/..

Nachhaltig aus der Krise

Aber so einfach kann es doch nicht sein! Nein, um die Krise zu bewätigen muß Geld her. Viel Geld. Dieser Tage hört man immer wieder den Betrag 40 Milliarden Euro. Soviel Geld will die Regierung ausgeben. Um meiner bodenlosen Unwissenheit wenigstens ein bisschen entgegenzuwirken habe ich beschlossen, mir eine sinnliche Vorstellung davon zu machen. Was bitte bedeuten 40 Milliarden Euro? Veranschaulichen uns doch einmal, wie man diese nachhaltig, ökologisch und nichtsdestotrotz anspruchsvoll und ökonomisch verantwortungsbewußt ausgeben könnte.

Für 40 Milliarden Euros (40.000.000.000,-- €) kann man zum Beispiel 34.782.608 Wochen bzw. 668.896 Jahre Dr. Kochs Erlenbnissreise die „Ornithologische Kleinode Sachsens" buchen. Dr. Koch ist als Pionier des Sanften Tourismus bereits vom World Wildlife Found ausgezeichnet worden und nach einer groben Schätzug reicht das, um alle Investmentbanker der Welt nachhaltig ornitologisch zu beschäftigen und vom weiteren Schnüren von Subprime Anlagepakete abzuhalten. www.dr-koch-reisen.de

Oder man kann beim Kräuterhaus Sanct Bernhard 12.500.000.000 Tuben Ginsengzahnpasta zu 100 ml erstehen. Gehen wir davon aus, dass man sich 2 mal am Tag die Zähne putzt, und eine Tube 2 Wochen reicht, dann hat man genug Ginsengzahnpastra für 480.769.231 Jahre – also so zirka vom frühen Paläozoikum bis heute. Apropos Erdzeitalter: Wir kennen wohl alle die Perioden Kreide, Jura und Perm. Einige haben vielleicht auch etwas vom Mesozoikum gehört, aber wußten Sie, dass es auch ein Erdalter namens „Stefan" gegeben hat? Dies spielte sich vor 297 Millionen jahren im Oberen Carbon ab. Aber zurück zu unsrem Thema Zähne nachhaltig putzen. Wenn wir der Krise also die Zähne zeigen wollen, dann sollten diese schon um einiges sauberer sein, als die Westen gewisser Investmentbanker. Also: www.kraeuterhaus.de

Mit unseren 40.000.000.000 Mäusen kann man sich desweiteren etwa 11.428.571 Paar Maßschuhe bei der Maßschuhe bei der Maßschusterei von Hans-Joachim Vauk anfertigen lassen. Wir gehen, da wir in den Genuß gekommen sind, ein solches paar Schuhe zu tragen, davon aus, dass der Schuster mit seiner Prognose – im Gegensatz zu den meisten Wirtschaftsinstituten - richtig liegt, und jedes der 11.428.571 Paare ein Leben lang hält. Das macht dann also Schuhe für 11.428.571 Leben. Eine durchschnittliche Hauskatze hat bekanntlich neun Leben. Somit hat man ausreichend Schuhe für 1.269.841 Katzen. Und mit über einer Million Katzen kann man jawohl auch die 40 Milliarden Mäuse im Handumdrehen wieder einfangen. www.hjvauk.de

Womit wir beim Paraguayanischer Regenwald angekommen wären, dem sehr wahrscheinlich letzten Zufluchtsort einiger vom Aussterben bedrohten Wildkatzenarten. Paraguyanischer Regenwald kostet laut „Rettet den Regenwald e.V." 120,-- Euro pro Hektar. Wie wärs mit 333.333.333,33 Hektar Regenwald? (www.regenwald.org)

Wir sehen, mit 40 Milliarden Euros läßt sich schon einiges retten (Regenwald), bereinigen (Zähne) und zurechtschustern (Katzenleben).

In diesem Sinne: Keine Panik!

PS: Noch während dieser Artikel entsteht, stockt die Bundesregierung das Rettungspaket auf 50 Milliarden Euro auf. Wer bisher noch kein Gespür für Inflation besaß, kann sich schon mal dran gewöhnen. Viel Spaß!

ghb
www.g-textpr.de
 
 
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