Hier möchte ich eine Traum-Vision erzählen, die ich vor etlichen Jahren hatte und welche meinen damaligen Wissensstand wesentlich revolutionierte. Und durch eine machtvolle Erfahrung maßgebend meinen Horizont von unserer potentiellen Erfahrungsfreiheit erweiterte und veränderte. Insbesondere mir den eklatanten Unterschied aufzeigte, der erkennbar wird, wenn wir vom bloßen Wissen über etwas zum Seinszustand göttlicher Wahrhaftigkeit transformieren, uns also mit dem Wissen verschmelzen. In diesem Traum-Bewußtsein erwachte ich sozusagen im unendlichen Raum, und ich hatte eine unbeschreibliche gesteigerte Wahrnehmung meiner selbst. Ich spürte und ich wußte mit allem, was mich als göttlicher Wesenheit ausmachte, was es wirklich bedeutet, all-eins zu sein, denn ich war all-eins und befand mich in totaler Identifikation mit allem. Ich war das Wahrnehmende und das Wahrgenommene gleichzeitig, die Illusion der Trennung hatte sich gänzlich aufgelöst und war nur noch, wenn überhaupt, rein hypothetisch in meiner Erinnerung existent.
Ich nahm mich selbst als die Fülle aller Weisheit, grenzenlosen Wissens und als untrennbar verschmolzen mit dem unendlichen Raumund Zeit-Gefüge wahr. Und erlebte Ungetrenntheit auf höchster Ebene, Verbundenheit mit dem Raum, in welchem ich mich befand und mit welchem ich mich selbst in Symbiose und absoluter Identifikation erfuhr. Ich reiste durch den Raum, wissend, daß dies alles ICH BIN, also in vollem Bewußtsein, daß ich nun gerade in allem ausschließlich mir selbst begegne, konnte mich also einerseits als den durch den Raum reisenden Wahrnehmenden definiert sehen, als auch simultan mich mit dem zu identifizieren, was ich wahrnahm. Und meine Fortbewegung fand einfach nur durch meine bewußte Absicht statt, also einfach nur Kraft meines freien Willens und bestehenden Bewußtseins. Und ich wußte, daß es die absolute Freiheit, die Unabhängigkeit von allen scheinbaren äußeren Einflüssen ist, welche mich begleitete und welcher ich in jedem einzelnen Augenblick begegnete und die ich nun auch als dieses unbeschreibliche Gefühl des puren Seins erlebte. In diesem Moment, eingebunden in der Ewigkeit, war ich Weisheit, Grenzenlosigkeit, war ich göttlicher Funke und unendlich viel mehr, ich war definitiv das Unaussprechbare.
Und als ich nun dieses unglaubliche Erleben hatte und durch dieses Wahrnehmungs-Gefüge von Raum und Zeit reiste, kam ich nach Ablauf einer fiktiven Zeitspanne an einen Ort, an dem ich einen alten Schulkameraden antraf. Ein Freund, der mich lange Jahre hier auf der Erde begleitete und der mittlerweile schon vor Jahren gestorben war und sich von der Erde, zumindest oberflächlich betrachtet, verabschiedet hatte. Er war offensichtlich weitaus zufriedener, als ich ihn das letzte mal in irdischer Realität sah, und wie es schien, hatte er im Vergleich zu seiner mir bekannten irdischen Vergangenheit nun alles, was er sich jemals erwünscht hatte. Dieser sogenannte Ort, der eigentlich gar keiner war, eher einer großen mechanischen Apparatur glich, somit Ähnlichkeit mit einem überdimensionalen Fahrzeug hatte, also eigentlich eher einer computergesteuerten, raumschiff-ähnlichen Maschine glich, schien ihn ganz einzunehmen und ihm eine gewisse Zufriedenheit zu bescheren. Offensichtlich hatte ihn seine in der Vergangenheit kultivierte leidgeprägte, eingeengte Sichtweise angeregt und motiviert, diese Idee von Freiheit, Macht und Zufriedenheit zu manifestieren und diese als „Absolutes" anzunehmen, um mit dieser Realität praktisch zu verschmelzen. Er erfreute sich sichtlich an seiner doch nunmehr machtvolleren Position, weil er mit der Maschine eine Illusion erschaffen konnte, die ihm Genugtuung verschaffte, und es schien oberflächlich betrachtet für ihn, als ob er wahrlich am richtigen Platz sei und er damit zufrieden wäre.
Gewiß, von meiner Aussichtsplattform der Unendlichkeit betrachtet sah ich nur einen winzig kleinen eingezäunten Fleck im Universum, und das für ihn große und geniale Gefüge nahm ich mit einem Bedauernals isolierten Raum in der Unendlichkeit wahr. Schließlich wandte ich mich zu ihm und sagte: „Wenn du bereit bist, deine Begrenzung zu erkennen und sie aufzugeben, also auch bereit bist, auf die Schein-Sicherheit und Schein-Befriedigung zu verzichten, hinter welcher du dich nun gerade noch angstberaten versteckst, wirst du dem begegnen, was grenzenlos ist und was weit mehr der „realen göttlichen Präsenz"
entspricht als das, was du dir in diesem Moment jemals vorzustellen vermagst.
Wahre Sicherheit, Frieden, die Liebe, die absolute Freiheit und Unendlichkeit wirst du hinter den Mauern deiner eigenen Begrenzungen vorfinden, wenn du diesen „kleinen" Schritt in Richtung Unendlichkeit gehst. Befreie dich einfach von deinem kleinen Bild der Realität, das ist alles, was du wirklich tun mußt, und du wirst das Große und Wunderbare erblicken, was sich unmittelbar hinter diesem kleinem Bild befindet." Und im selben Augenblick, als ich dies aussprach, bekam ich den Impuls, ihn teilnehmen zu lassen an meiner Reise, und ich sagte zu ihm: „Komm mit, ich möchte dir etwas zeigen, dich kosten lassen von der Unendlich keit, an der ich teilhabe." Und praktisch ein Augenschlag, ein Blinzeln später, vielleicht aber sogar gleichzeitig mit dem Ausgesprochenen, befanden wir uns beide im unendlichen nachtschwarzen Sternenhimmel. Zwei leuchtend funkelnde Sterne zwischen Millionen von anderen Sternen, welche alle miteinander vereint die gigantische Größe des Universums einatmeten. Beide waren wir in totale Identifikation mit unserem Sternen-Dasein getreten, waren wirklich ganz Sterne und somit Teil des unendlichen Firmaments.
Und ich sprach ein weiteres Mal zu ihm: „Sieh selbst, du kannst wirklich alles sein, was immer du dir wünschst zu sein. Das einzige, was es dazu bedarf: neutralisiere die Illusion der Begrenztheit, begrenze dich nicht selbst, mach dich selbst nicht klein." Und mit dieser intensiven Offenbarung, in dem unzweifelhaften Wissen, nicht nur ein Teil von allem, sondern definitiv alles zu sein, glitt ich nun sehr behutsam in mein Tages-Bewußtsein zurück, ohne die Essenz meiner gerade gemachten Erfahrung zu verlieren. Ich hatte zwar eine weitaus kleinere Identifikation mit dem All-Eins-Sein, eine Art geschrumpfte Version des Ganzen, das totale Wahrnehmen der ultimativen Realität ist ja im menschlichen Tages-Bewußtsein auch nicht möglich, aber dennoch war ich transparent für das Essenzielle, was mich immer noch berührte.
Ich war weiterhin transparent dafür, daß all dies, was ich gerade erfahren hatte, mich durchstrahlen, durchdringen konnte, wenn ich auch meinerseits nicht mehr fähig war, von meiner Seite des dualen Seins, der dualen Betrachtungsweise aus, all dies zu erblicken, was weiterhin existent war und mich ja auch spürbar weiterhin durchdrang. Ich war wie ein Wassertropfen, der sich einst als isoliert vom Ozean wahrnahm, dann mit demselben verschmolz und nach der erneuten scheinbaren Trennung niemals wieder der Illusion verfiel, wirklich getrennt zu sein. Ich war meiner absoluten und grenzenlosen Erfahrungsfreiheit begegnet, und auch wenn mein danach Erlebtes sich in irdischer Begrenzung offenbarte, also ich meiner menschlichen Natur der Bedingungen wiederbegegnete, war ich mir von nun an dieser unumstößlichen Tatsache stets gewiß.