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Alkoholverzicht in der Schwangerschaft

Autor: bzgakdl | Erstellt am: 06.12.2010 | Gelesen: 481
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Alkohol verursacht körperliche und geistige Schäden bei Ungeborenen

Risiko Alkoholkonsum in der Schwangerschaft


Die Zahlen sind alarmierend: Alleine in Deutschland kommen pro Jahr etwa 10.000 Neugeborene zur Welt, die aufgrund von Alkoholkonsum durch die Mutter während der Schwangerschaft Schädigungen, Missbildungen oder Entwicklungsstörungen aufweisen.

Die meisten körperlichen und geistigen Schädigungen bei Kindern haben somit ihren Ursprung im Alkoholkonsum der Mütter zur Zeit der Schwangerschaft. Ein wichtiges Aufgabenfeld der Ärzte und Hebammen ist es somit, werdende Mütter und deren Partner auf die im Zusammenhang mit Alkohol stehenden Risiken hinzuweisen, um diese möglichst zu einem kompletten Alkoholverzicht in der Schwangerschaft und Stillzeit zu motivieren. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat einen Beratungsleitfaden herausgegeben, der sich an Ärztinnen und Ärzte der Fachrichtung Gynäkologie und an Hebammen wendet. Er soll ihnen helfen, einen kritischen Alkoholkonsum zu erkennen und eine erfolgreiche Beratung mit dem Ziel des Alkoholverzichts durchzuführen.

Es werden sowohl die Grundlagen der motivierenden Gesprächsführung dargestellt als auch der Einsatz dieser Technik anhand konkreter Anwendungsbeispiele aufgezeigt. Ziel muss es sein schwangere Frauen zu motivieren während der Schwangerschaft uneingeschränkt auf Alkohol zu verzichten. Denn trotz der Gefahr, welche von Alkohol für das Neugeborene ausgeht, trinken rund 12 bis 15 Prozent der schwangeren Frauen Studien zufolge teilweise mehrmals im Monat Alkohol und das, obwohl es aus Sicht der Ärzte überhaupt keine Menge an Alkohol gibt, die zu dieser Zeit bedenkenlos von Frauen konsumiert werden könnte.

Der Beratungsleitfaden soll somit helfen, die notwendige Aufklärungsarbeit zu unterstützen. Er unterteilt sich in vier Phasen, wobei die erste der Feststellung des Status Quo dient (wie viel Alkohol wird derzeit konsumiert?). Die darauf folgende Phase soll eine Verhaltensänderung anregen. Für diese werden innerhalb der dritten Phase Hilfestellungen geleistet. Der letzte Schritt dient schließlich der Sicherung der Abstinenz und Rückfallbewältigung. Jedoch müssen in den seltensten Fällen alle vier Phasen durchlaufen werden. Häufiger genügt eine Kombination aus Feststellung des gegebenen Trinkverhaltens und Vermittlung relevanter Informationen um das Ziel des Alkoholverzichts zu erreichen.

Ergänzend zum Beratungsleitfaden für die Schwangerenvorsorge hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den Ratgeber „Auf dein Wohl, mein Kind" herausgegeben, der sich direkt an werdende Eltern richtet. Weiterführende Informationen zum Thema „Schwangerschaft und Alkohol" kommuniziert die BZgA auch über die Kampagne „www.kenn-dein-limit.de". Die Gesamtkampagne will die Erwachsenenbevölkerung in Deutschland für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Alkohol sensibilisieren.
 
 
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