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Alkohol als Volksdroge

Autor: SveaHagen | Erstellt am: 21.10.2009 | Gelesen: 1078
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Der Alkoholrausch ist gefährlich - imedo klärt auf

Alkoholgenuss - Bildquelle: RainerSturm, pixelio.de
Alkoholgenuss - Bildquelle: RainerSturm, pixelio.de
Flatrate-Parties, Komasaufen oder Binge-Drinking: Der Alkoholkonsum von Jugendlichen hat inzwischen viele Namen bekommen. Doch nicht nur Jugendliche geraten beim Trinken immer wieder an ihre Grenzen und landen im Krankenhaus. Was auch die wenigsten Erwachsenen wissen: Bereits ein Glas Wein hat eine ähnliche Wirkung wie Heroin. Das Internet-Gesundheitsportal imedo.de warnt vor der Volksdroge Alkohol.

Die Fakten sind erschreckend. Nachdem der Pro-Kopf Genuss reinen Alkohols von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren auf 34 Gramm im Jahr 2005 gesunken ist, wurden 2007 durchschnittlich 50 Gramm konsumiert. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland immer mehr Kinder und Jugendliche aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. 9500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 10 bis unter 20 Jahren wurden im Jahr 2000 mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation" im Krankenhaus behandelt. Die Zahl stieg innerhalb von fünf Jahren um mehr als das Doppelte an. Im Jahr 2005 waren es bereits 19.400 stationäre Behandlungen.

Was Alkohol im Hirn anrichtet - und wie daraus eine Abhängigkeit entstehen kann

Dabei werden die einzelnen Stationen bis zum vollkommenen Alkoholrausch in mehrer Phasen eingeteilt.
  • Phase 1 (0,2 Promille) Nach einem Glas Bier oder einem Viertel Liter Wein fühlt man sich leicht angeheitert.
  • In der Phase 2 (0,5 Promille), nach drei Bieren oder einem halben Liter Wein, lässt die Reaktionsfähigkeit deutlich nach. Betroffene neigung zur Selbstüberschätzung.
  • Nach sechs Gläsern Bier oder einem Liter Wein (1 Promille), in der Phase 3, lässt das Gleichgewichtsgefühl deutlich nach, man beginnt zu lallen.
  • Ab Phase 4 (1,5 Promille) wird es dann unangenehm: Selbstgespräche, Schwanken, Schwindel.
  • Phase 5 (2 Promille): Erbrechen, schwere Gleichgewichtsstörungen, Kontrollverlust. Ab 2,5 Promille treten Störungen der Atmung und des Blutkreislaufs auf, die motorischen Nerven versagen, das Bewusstsein setzt aus. Über 4 Promille würde dann ziemlich sicher der Tod eintreten.

Alkohol ist Gift für den Körper des Menschen. Schon das Trinken eines Glases Wein wirke prinzipiell auf das Suchtzentrum im Gehirn wie eine Dosis Heroin, sagt Falk Kiefer, einer der führenden Suchtforscher.

Alkohol-Moleküle lähmen die Nervenzellen

Menschen fühlen sich unter Alkoholeinfluss zunächst enthemmt und mutiger als sonst, werden aber müde und schlapp. Gleichzeitig werden viele wichtige Sinneswahrnehmungen getrübt. Die Augenmuskulatur erschlafft, der Tunnelblick entsteht. Der Verstand schwindet, da die Moleküle des Alkohols die Nervenzellen lähmen und die Informationsübermittlung behindern. Dafür übernimmt das limbische System die Kontrolle. Das ist die Einheit des Gehirns, die der Verarbeitung von Emotionen und der Entstehung von Triebverhalten dient.

Der Alkoholrausch als Feuerwerk der Endorphine

Im Hirn der Alkoholisierten tobt ein Endorphin-Feuerwerk - der Rausch. Endorphine sind vom Körper selbst produzierte Rauschmittel, die normalerweise beim Küssen, beim Essen oder beim Sex ausgeschüttet werden und Glücksgefühle auslösen. Dies scheint ein Schlüssel bei der Enstehung der Abhängigeit zu sein. „Durch die Endorphine wird das Motivations- Belohnungssystem reguliert", erklärt Kiefer, „neuronale Strukturen lernen, dass es positive Konsequenzen hat, Alkohol zu konsumieren." Ein Teufelskreis. Für suchtgefährdete Menschen ist es schwer, aus dieser Falle herauszukommen.

Jugendliche trinken Alkohol, rauchen aber nicht. In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr zu diesem Thema. Um Komasaufen und Gewalt unter Jugendlichen zu vermeiden, klärt eine neue Kampagne Jugendliche auf. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie. Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Süchtigen durch die Gruppe „Drogen und Alkohol" den Austausch.
 
 
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