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Alfa Romeo MiTo: Air-Erbietung

Autor: autonet | Erstellt am: 08.11.2010 | Gelesen: 1722
Kategorie: Auto - Motor & Verkehr | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Die emotionale Seite trifft die Vernunftseite. Der 135-PS-starke Alfa Romeo MiTo Mulitiair kommt auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,6 Litern auf 100 Kilometer.

autonet.at-Intensivtest des Alfa Romeo MiTo MultiAir
autonet.at-Intensivtest des Alfa Romeo MiTo MultiAir
Im Zuge der allgemeinen Verdrossenheit, was das maßlose Verbrennen von Treibstoff angeht, hat auch Alfa Romeo darüber nachgedacht, wie man weniger verbraucht und trotzdem noch lachen kann hinter dem Steuer. Das ist ihnen schon einmal gelungen, nämlich beim Common-Rail-Diesel, der zuerst in ihren Köpfen Gestalt annahm und sie vor lauter Begeisterung vergessen haben, diese Technologie zu schützen. Jetzt fährt jeder x-beliebige Autohersteller damit fette Gewinne ein, und das soll den Italienern nicht mehr passieren.

Neuerfindung des Benziners

Wenn Common-Rail die Neuerfindung des Dieselmotors war, die ihn vom Mief des trägen, rauchenden Aggregats befreit und bis in die Luxusklasse befördert hat, dann ist – nach Ansicht der Alfisti – Multiair die Neuerfindung des Benzinmotors. Und es hat wieder mit der Kraftstoffzufuhr in die Zylinder zu tun. Die ganze Sache ist ein wenig kompliziert, so dass sogar die Alfa-Techniker bei der Präsentation über eine Stunde lang gebraucht haben, um das Prinzip zu erklären. Aber wenn Ihnen das genügt, sei folgendes festgehalten:

Alfa Romeo MiTo von der Seite
Alfa Romeo steht für Stil, italienische Heißblütigkeit, Sportlichkeit, Lässigkeit, etc., etc.
Die Liste mit Attributen könnte sich endlos lange fortsetzen lassen. Grundlegend haben wir fast ausnahmslos
immer ein dynamisch gezeichnetes Automobil vor uns, das mitten ins Herz trifft, also voll ins Emotionale.
So auch der MiTo - Alfas Antwort auf den Mini und Vorausantwort auf den Audi A1.
In diesem Konkurrenzumfeld bewegen wir uns.


Exkurs: Moderne Motorentechnik

Multiair umgeht die Abhängigkeit der Ventilsteuerung von die Nockenwelle und damit den „Pumpverlust", der durch die Änderung der Luftdichte allein per Drosselklappenventil entsteht. Nein, Multiair wirft dies zum alten Eisen und bedient sich eines elektrohydraulischen Systems für die Ansteuerung der Ansaugventile. Es spielen mit: Ein Magnetventil, eine Hydraulikkammer und eine Hydraulikbremse zur kontrollierten Schließung des Ventils. Die Motorlast wird direkt über die Ansaugventile und nicht mehr über das Drosselklappenventil gesteuert. Dadurch entkommt der Motortechniker dem Zielkonflikt zwischen sportlicher oder verbrauchsorientierter Konfiguration, der Multiair-Motor kann beides. Volle Power und Sparsamkeit. Ergebnis: Plus 10 Prozent Höchstleistung, bis zu 15 Prozent mehr Drehmoment und Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs bis zu 10 Prozent. Dass damit auch CO2-, Partikel- und Nox-Emissionen zurückgehen, nimmt man wohlwollend zur Kenntnis. Sowie das rasche Ansprechverhalten beim Gasgeben. Die Zylinderfüllung wird dem jeweiligen Lastzustand stufenlos angepasst, wodurch der Motor stets im optimalen Wirkungsgrad läuft.

Alfa Romeo MiTo Front
Was gerne vergessen wird, ist dass Alfa Romeo bzw. der dahinterstehende Fiat-Konzern auch ein gutes Renommee
bezüglich neuer Technologien im Motorenbau hat. Ursprünglich war Fiat massgeblich an der Entwicklung
der Common-Rail-Technologie beteiligt, kurz vor der Serienreife klinkte sich allerdings Bosch in die Entwicklung ein
und übernahm die Patente. Bei der neuen Multiair-Technologie sieht man einen vergleichbaren revolutionären Fortschritt
und ist diesmal stolz auf die alleinverantortliche Entwicklung.


Und fahren kann man auch

Schon springen wir vom fesselnden Theorievortrag direkt in die Praxis. Und zwar in den feschen MiTo, der den Multiair-Motor als erster aus dem Fiat Konzern bekam. Das mit der spontanen Gasannahme funktioniert nur, wenn die Alfa DNA auf „Dynamic" gestellt ist. Was ist das schon wieder? Das ist ein kleiner Hebel links vor dem Schaltknüppel mit den Einstellungen „Dynamic", „Normal" und „All weather", macht zusammen: DNA. Drei Fahrprogramme, die Einfluss auf Ansprechverhalten, Härte der Lenkung und so weiter nehmen. Im „Normal"-Betrieb schleppt man halt den Rucksack von Spritsparmaßnahmen mit, und der hängt sich lähmend an das Fortkommen. Dafür ist man verbrauchsoptimiert unterwegs, und wenn man ohnehin im Verkehr feststeckt, macht das ja auch nichts. Dann kommt man mit 6 bis 7 Liter Verbrauch aus, wobei auch die Start-Stopp Automatik ein Scherflein beisteuert.

Alfa Romeo MiTo Heck
Bei der Multiair-Technologie entfällt vereinfacht gesagt die Nockenwelle. Die Steuerung der Ventile erfolgt elektrohydraulisch.
Dadurch kann die Zylinderfüllung bedarfsgerecht angepasst werden von verbrauchssparender bis sportlicher Fahrweise.
Unter dem Strich stehen mehr Leistung und Drehmoment bei deutlich weniger Verbrauch.


Und flott fahren kann man auch

Wirft man allerdings die pingelige Erbsenzählerei über Bord und stellt auf Dynamic", versammeln sich die 135 Pferdestärken zu einem fröhlichen Galopp. Sitzposition, Schaltung, Lenkung und Fahrwerk machen dich eins mit dem MiTo, dass du glaubst, du fährst wie Loeb. Und den stört auch nicht, dass hinten nicht soooo viel Platz ist und dass man sich wie bei allen Dreitürern auf die Rückbank zwängen muss. Ein Auto für Fahrer und Beifahrer.

Alfa Romeo MiTo Cockpit
Im zentral platzierten Informationsdisplay bekommt man dazu die nötigsten Informationen zu Verbrauch, Restreichweite, etc. serviert.

von Andreas Hochstöger, autonet.at
 
 
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