A.Osovitskiy u. V.Gorup/Carola Heider-Leporale
Bierbergen, 27. März 2010. Carola Heider-Leporale. In HUMMERS KULTURSALON gab es mal wieder ein Konzert der Extra-Klasse. Gerhard Hummer freute sich an diesem Abend sehr, dem Publikum in seinem KULTURSALON eine besondere Spezialität der musikalischen Art präsentieren zu dürfen. Die Musiker des heutigen Abends, der Cellist Alexander Osovitskiy und der Bajanspieler Vladimir Gorup (beide Absolventen der Musikhochschule Hannover) hatten sich auch für diesen Abend ein Programm auf hohem Niveau ausgesucht, eine Mischung aus Klassik und russischer Moderne. Nicht ganz leichte Kost, wie Gerhard Hummer in seiner kleinen Einweisung zu Beginn des Konzertes dem Publikum versicherte: Neben Stücken von Antonio Vivaldi (5. Sonate in e-Moll), Johann Sebastian Bach (Suite in G-Dur/Solo Cello) und dem argentinischen Komponisten Astor Piazzolla (Oblivion, Libertango u. Ave Maria) standen auch Stücke der russischen Moderne wie Vladislav Zolotarev (Spanische Rhapsodie/Solo Bajan) und der noch lebenden Sofia Gubaidulina (In Croce) auf dem Programm.
Dem Zuschauer machte es wahre Freude zu sehen, mit welcher Hingabe diese beiden Musiker sich jedem dieser Stücke widmete und, ob als Duo oder als Solist, konnten Beide ihr hervorragendes Können unter Beweis stellen. Das Sahnehäubchen dieses Konzertes war jedoch das Stück "In Croce" der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina. Herr Hummer wies vorher darauf hin, dass man es so selten hört, weil es an Schwierigkeitsgrad kaum mehr zu überbieten ist. Bei diesem Stück bewiesen die Musiker Osovitskiy und Gorup sowie das gesamte Publikum vollste Konzentration, ohne die ein solches Stück nicht zu bewältigen ist. "In Croce", welches des Leidensweg Christi bis zur Kreuzigung darstellt, bietet musikalisch etwas ganz besonderes.
Nicht nur das Kreuz als solches auf dem Papier, sondern auch in der Musik in dem sich Cello und Bajan in ganz anderen Tonlagen und entgegengesetzt bewegen, bis sich beide Instrumente vereint wiederfinden. Wahrhaft schwere Kost, die in der anschließenden Pause für reichlich Gesprächsstoff unter dem fachkundigen Publikum sorgte. Doch je öfter man dieses außergewöhnliche Stück zu hören bekommt, um so bezaubernder wirkt es auf seine Art. Nachdem im letzten Teil des Konzertes und bei den Zugaben noch etwas leichtere Tango-Musik des argentinischen Pianisten Piazzolla serviert wurde dankte das Publikum es den beiden Musikern bereits vor Ende der Veranstaltung mit viel Applaus und Bravo-Rufen.
Hoffen wir, dass dieses Duo mit Cello u. Bajan, Alexander Osovitskiy u. Vladimir Gorup, auch weiterhin dem Publikum Konzerte auf diesem Niveau präsentiert.
Reportage: Carola Heider-Leporale
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