Methode der Akupunktur
Die erste bekannte schriftliche Erwähnung der
Akupunkturmethode stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus, hier erwähnt der Historiker
Sima Qian das erste Mal die
Steinnadeln. Bis dann die Akupunktur nach Europa kam dauerte es aber noch einige Zeit, so finden sich die ersten schriftliche Nachweise über die Akupunktur in den Schriften des Holländers
DeBondt von 1675. In dieser Zeit wurde auch der Begriff
Akupunktur von einem Pekinger Jesuitenmönch geprägt, der die chinesische
Therapieform aus den lateinischen Wort „
Acus" für Nadel und „
Punctura" für Stich zusammensetzt.
Zwei Jahrhunderte später versuchte man im Zuge der Modernisierung von China die Akupunktur zu verbieten, dies gelang jedoch nicht, da die traditionelle Medizin immer weiter praktiziert wurde, so dass man sich entschloss die Akupunktur mit in die moderne Medizin zu integrieren. Ziel war es die Akupunkteure von der modernen Medizin zu überzeugen, doch diese etablierten die Akupunktur weiter in der chinesischen Medizin.
Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts verbreitet sich die Akupunktur weiter in Europa und wird hier vermehrt genutzt. Das Konzept hinter der Akupunktur basiert auf der Lehre von Yin und Yang, zu dem später noch die Fünf-Elementen-Lehre und die Meridianenlehre kamen. In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Körper in ca. 400 Akupunkturpunkt unterteilt, die den jeweiligen Meridianen zugeordnet werden. Um dies zu vereinfachen wurde das heutige Modell der 12 Hauptmeridiane eingeführt, die sich spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig befinden. Die Vertreter de Akupunktur gehen davon aus, dass durch das Einstechen der Nadeln der Fluss von Qi, der Lebensenergie, beeinflusst werden kann.
Eine Akupunktursitzung kann zwischen 20 und 30 Minuten dauern, in dieser Zeit entspannt sich der Patient meist im Liegen und nach vorangegangener Massage werden bis zu 16 Akupunkturpunkte gestochen, um so wieder das Qi des Patienten ungehindert fließen zu lassen.

Empfohlene Akupunkturpunkte zur Anwendung:
Haupt Akupunkturpunkte 1,3,5,6,8,9
Ergänzende Akupunkturpunkte 2,4,7,10
Die Methode der Akupunktur wird vor allem bei chronischen Schmerzen, bei denen kein Befund vorliegt eingesetzt. Aber auch bei Erkrankungen der Atemwege, Schlafstörungen und Neurologischen Störungen kommt die Akupunktur zum Einsatz. Das Feld, in dem mit der Akupunktur Schmerzen und Beschwerden gelindert werden, ist groß und vielfältig, so dass es kaum Menschen gibt, die nicht zur Akupunktur als eine alternative Heilmethode greifen können und mittlerweile werden auch bei Einzelfällen die Kosten für die Akupunktur von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Alexander Zorn
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