
Als die offiziell gemessene Inflationsrate Anfang dieses Jahres erstmals seit Bestehen der EZB über die Marke von drei Prozent kletterte, trauten viele Verbraucher ihren Augen nicht. Fakt ist aber, dass sich die gestiegenen Rohstoffpreise auf alle Belange des täglichen Lebens auswirken und Hersteller wie Händler durch den Kostendruck dazu gezwungen werden, ihre Preise zu erhöhen.
Dabei ist die derzeit so massiv auftretende Inflation über die Kostenseite von Gütern und Dienstleistungen die gefährlichere der beiden Inflationsarten, wie der Ratgeber auf www.online-kredite.com/ratgeber/inflation.html ausführlich erklärt. Die anhaltend hohe Inflation hat als Folge der steigenden Lebenshaltungskosten aber noch weit unangenehmere Folgen, als nur eine Verteuerung des Alltags. Bei nicht proportional steigenden Nettoeinkommen verringert sie den zum Sparen und zur Vorsorge zur Verfügung stehenden Teil des Einkommens.
Den Teil des Einkommens, den Verbraucher auf die hohe Kante legen können, nennt man Sparquote. Angesichts sinkender Renten- und Gesundheitsleistungen des Sozialstaates müsste diese Sparquote eigentlich steigen. Dem stehen jedoch die hohen Ausgaben für Konsum und Lebensunterhalt entgegen. Und so kommt es, das Haushalte unterhalb eines bestimmten Einkommens sogar eine negative Sparquote aufweisen können, also mehr Geld ausgeben, als sie eigentlich zur Verfügung haben. Meist finden das durch die Aufnahme eines Kredites statt.
Die augenscheinlich niedrigen Zinsen für Verbraucherkredite, die jeder Kreditvergleich dem suchenden Verbraucher offeriert, verlocken immer mehr einkommensschwache Haushalte, sich über beide Ohren zu verschulden. Einzige Lösung hier: adäquat zur Inflation steigende Einkommen. Doch ob dies wirklich wünschenswert ist, darüber lässt sich vortrefflich streiten, denn steigende Einkommen bedeuten steigende Kosten auf der Unternehmensseite, welche wiederum die Inflation anheizen und in einer endlosen Inflationsspirale zu enden drohen.
Daniel Franke