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Aktion 'Zukunft ohne Gift'

Autor: Mickeyknox | Erstellt am: 14.07.2010 | Gelesen: 683
Kategorie: Babys - Kinder & Erziehung | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - BUND warnt vor Schadstoffen in Kindertagesstätten

Zukunft ohne Gift - Bild: © BUND
Zukunft ohne Gift - Bild: © BUND
In der heutigen Zeit wird die Kindertagesstätte immer mehr zum Haupt-Aufenthaltsort der Kinder. Mit dem neuen Kinderbildungsgesetz werden die zu betreuenden Kinder noch jünger. In immer mehr Kindertagesstätten werden bereits Kinder ab drei Monaten aufgenommen. Hier spielen die Kleinen, hier essen und schlafen sie. Hier fangen sie an, die Welt zu erkunden. Mit allen Sinnen!Umso wichtiger ist es, dass die Kindertagesstätte einen sicheren Ort darstellt. Auch die Vorbildfunktion und die damit verbundene Verantwortung einer solchen Einrichtung sollte eine wichtige Rolle in Sachen Sicherheit spielen.

Seit Monaten liest, sieht und hört man nun schon in den Medien von verseuchtem Spielzeug. Die sogenannten Phthalate, die Weichmacher in Kunststoff (z.B. Bisphenol A), kommen in vielen Alltagsgegenständen vor. Dabei ist nachgewiesen, dass diese Stoffe gesundheitsschädlich sind. Der Körper nimmt sie über die Nahrung, durch direkten Hautkontakt oder durch das Einatmen der Ausdünstungen in den Organismus auf. Hier wirken die Chemikalien ähnlich wie Hormone. Sie können nachweislich bei Jungen Missbildungen der Geschlechtsorgane verursachen und zu Unfruchtbarkeit führen. Bei Mädchen können eine verfrühte Pubertät, so wie im späteren Alter Brustkrebs die Folgen sein. Auch Allergien, Asthma und Diabetes können durch diese Schadstoffe in Bodenbelägen, Babyflaschen, und Spielzeug ausgelöst werden.

Doch was kann man dagegen tun? Wie kann man sich und die Kleinen schützen?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz startete jetzt die Aktion „Zukunft ohne Gift", in der ein Bewusstsein dafür geschaffen soll, wie man gegen diese Schadstoffe aktiv werden kann um sie möglichst gering zu halten. Kindertageseinrichtungen werden dazu aufgefordert eine Staubprobe zur Analyse zum BUND zu schicken. Hier wird dann festgestellt, wie belastet die KiTa´s sind. Einen Leitfaden zur eigenen Staubprobe, so wie weitere interessante Infos kann man auf der Homepage des Bundes finden.

So können Sie Schadstoffe in Tagesstätten, aber auch im eigenen Haushalt verringern:

  • Vermeiden Sie beim Kauf Produkte mit dem Recyclingsymbol 3! Diese Produkte (beispielsweise Spielzeug, Gummistiefel, Matschhosen und Plastik-Trinkbecher) bestehen aus Weich-PVC, welches Weichmacher enthält, die mit der Zeit ausgasen.

  • Achten Sie beim Kauf auf Prüfsiegel unabhängiger Institute! Dies können das GS-Zeichen, das Spiel-Gut-Siegel oder das TÜV-Proof-Siegel sein. Produkte mit solchen Siegeln sind zwar oft teurer, aber durch die gesicherte Qualität auch haltbarer. Es gibt bereits Anbieter, die sich auf Spielzeug ohne Schadstoffe spezialisiert haben und ausschließlich Produkte „Made in Germany" anbieten. Ein Beispiel dafür ist der Anbieter D-Toy, zu finden unter www.d-toy.de

  • Vertrauen Sie Ihrer Nase! Produkte die chemisch oder unangenehm riechen, enthalten meistens ausgasende, schädliche Stoffe.

  • Regelmäßig lüften und an die frische Luft gehen! Die Schadstoffe dünsten aus. Sie verteilen sich in der Luft die wir atmen. Also gönnen sie sich und den Kleinen so oft wie möglich frische Luft.

 
 
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