WELtec kann seine Auftraggeber mit Edelstahl überzeugen
Schon seit 2007 sind bei der Agrargesellschaft Kandelin, an den Standorten Neuendorf und Wüsteney (Mecklenburg-Vorpommern), zwei Biogasanlagen von WELtec in Betrieb. Im Mai 2010 hatte der Bau der dritten Biogasanlage begonnen; Inbetriebnahme war im Juli. Die vierte WELtec-Anlage ist bereits beauftragt, und das Genehmigungsverfahren läuft.
„Wir sahen den Biogasanlagen-Betrieb damals als Chance, neben Acker- und Futterbau, Ferkelerzeugung sowie Milch- und Mastrindproduktion, ein lukratives Geschäftsfeld zu erschließen und damit auch Arbeitsplätze zu sichern", erklärt der Geschäftsführer der Agrargesellschaft, Torsten Zahn. Das gilt auch heute noch, und daher wird die Energieerzeugung ausgebaut: „Biogas ist momentan unser profitabelster Bereich und wir wären keine guten Unternehmer, wenn dieser Zweig nicht wachsen würde", begründet Zahn die Erweiterungsinvestitionen.
Die in eine Jungrinder-Anlage integrierten neuen Biogasanlagen am Standort Kandelin sind nahezu baugleich mit den bestehenden: 500 Kilowatt Leistung, ein 192 Kubikmeter großer Vorlagebehälter und zwei Fermenter mit je 2000 Kubikmeter. Neu ist hingegen ein 4500 Kubikmeter großes gasdichtes Endlager.
„Damals wie heute überzeugte uns das Gesamtkonzept der WELtec BioPower: Reduktion auf notwendige Technik, die qualitativ hochwertig und funktionell verbaut ist: ein funktionaler Pumpenblock, eine stabil und einfach zu bedienende Steuerung und zwei Zündstrahlmotoren", sagt Torsten Zahn. Während der Anfahrphase fühlten sich die Verantwortlichen der Agrargesellschaft gut unterstützt. „Mit den Biologen von WELtec haben wir während der Anfahrphase gemeinsam die ansteigende Fütterung (Maissilage, Schweine- und Rindergülle) und das Aufheizen der Anlage abgestimmt."
Zusätzlich konnte WELtec mit dem verwendeten Werkstoff Edelstahl überzeugen: großzügig dimensionierte Edelstahl-Fermenter, Feststoff-Dosierer mit Edelstahl verkleidet, der gesamte Bereich Futtereintrag sowie ein Vorlagebehälter aus Edelstahl, um die Fütterung weitestgehend automatisieren zu können.
Mit einem kontinuierlichen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sollen die Anlagen noch profitabler werden. In Neuendorf wurde bereits im letzten Winter das Melkhaus an die Abwärme der Blockheizkraftwerke angeschlossen. Dort werden rund zehn Prozent der anfallenden Wärme genutzt. In Wüsteney wird zwar momentan noch keine Wärme abgeführt, in absehbarer Zeit soll aber der Sauenstall integriert werden. Bei der dritten Anlage wird die Wärmeleitung dafür gelegt und soll im kommenden Winter den Büro- und Werkstatt-Trakt mitbeheizen.