Ätherischer Öle
Wichtige Hinweise für den Kauf von ätherischen Ölen:
Beim Kauf von Ätherischen Ölen sollten Sie unbedingt darauf achten, dass auf den Etiketten die Bezeichnung 100% reines, unverdünntes ätherisches Öl vermerkt ist. Die Bezeichnungen genuin (unverändert) und authentisch weisen ebenfalls auf einen unveränderten natürlichen Ursprung des Öls hin. Genuine ätherische Öle, die mit Hilfe der Destillation aus Pflanzen gewonnen werden, zeichnen sich durch eine enorme Vielfalt von reinen, biologischen Stoffen aus, die ausschließlich in der Natur vorkommen. Die Zusammensetzung ätherischer Öle ist von vielerlei Faktoren abhängig und starken Schwankungen unterworfen. Wachstumsbedingungen der Pflanzen, Witterung, die geographische Lage, die Erntemethode und die Destillationstechnik beeinflussen die Zusammensetzung.
Das Etikett sollte ebenfalls den botanischen Namen und die entsprechende deutsche Bezeichnung des Produkts beinhalten, des Weiteren die Angabe über die Herkunft und den Anbau (biologisch oder konventionell). Ein entsprechender Hinweis für Allergiker sollte ebenfalls zu finden sein. Auf dem Etikett sollten alle eventuell verwendeten Zusatzstoffe aufgeführt sein.
Spezielle ätherische Öle sollten laut EU-Richtlinien mit dem Gefahrensymbol Xn gekennzeichnet sein. Das gilt für Öle, die mehr als 10% Kohlenwasserstoff enthalten. Diese Öle sollten nicht pur und unverdünnt angewendet werden.
Wichtige Tipps zur Aufbewahrung und Anwendung:
Ätherische Öle sind Naturprodukte, die sehr lichtempfindlich sind. Sie sollten in dunklen Glasfläschchen stets fest verschlossen aufbewahrt werden. Andernfalls verflüchtigen sie sich schnell. Sie sollten nicht extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden, da sie dadurch ihre Qualität und Haltbarkeit einbüßen .Schützen Sie Ihre Kleidung beim Umgang mit ätherischen Ölen, da sie oft eine starke Eigenfarbe haben und unschöne Flecken hinterlassen können. Manche konzentrierte ätherische Öle können sogar Kunststoffe und Lacke angreifen. Bei der Anwendung sollten Sie sparsam sein, da die natürlichen Öle hochkonzentriert sind und nur eine geringe Dosis ausreicht. Zur einfacheren Dosierung sind Glasfläschchen mit Tropfvorrichtung besonders geeignet. Die Öle haben eine unterschiedliche Konsistenz. Ein Tipp. dickflüssigere Öle sollten vor der Anwendung zum leichteren Dosieren etwas angewärmt werden.
VORSICHT:
Ätherische Öle sind leicht entflammbar (auch in einem einfachen Vaporizer). Sie sollten nicht mit Feuer oder heißen Oberflächen in Berührung kommen. Auch sollten sie für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Vermeiden Sie unbedingt den Kontakt mit Augen und Schleimhäuten. Bitte niemals konzentriert verwenden.
Unsere ätherischen Öle sind keine Medikamente. Informieren Sie sich vor der Anwendung der ätherischen Öle zur Aromatherapie durch einschlägige Literatur oder befragen Sie Ihren Heilkundigen.
Haltbarkeit:
Bitte berücksichtigen Sie, dass ätherische Öle leicht verdampfen und extrem empfindlich auf Temperaturschwankungen und Sauerstoff reagieren, deshalb sollten Sie die Fläschchen nach Gebrauch sofort wieder verschließen. So werden Sie lange viel Freude an Ihren Ölen haben.
Ungeöffnet können ätherische Öle bei optimaler Lagerung bis zu 5 Jahren aufbewahrt werden. Dickflüssige Öle, wie Rosenöl, Sandelholzöl, Benzoe-Öl und Myrrhe-Öl verlieren durch Lagerung nicht an Qualität, sondern können in Fläschchen nachreifen. Schwere Düfte, wie Patchouli und manche Blütenöle sind bis zu 10 Jahren haltbar. Beachten Sie, dass Zitrusöle schon nach einem Jahr ihren Duft verlieren, Teebaumöl bereits nach einem halben Jahr. Benutze Sie für Vaporizer (wie z.B. den Aromed) nur neue ätherische Öle
Inhalation:
Bei Infektionskrankheiten der Atemwege (Nase, Hals, Lunge) sind ätherische Öle sehr hilfreich und werden seit je her verwendet. Bei der Inhalation können ihre Inhaltsstoffe direkt in die Bronchien eindringen und ihre Wirksamkeit entfalten. Sie werden so besser aufgenommen und gelangen schneller in den Blutkreislauf als wenn sie oral eingenommen werden. Bitte achten Sie darauf dass Sie zur Inhalation ausschließlich geprüfte Markenöle verwenden.
Wirkungsweise ätherischer Öle:
Verschiedene ätherische Öle werden traditionell für verschiedene Beschwerden eingesetzt. Eukalyptus, Fenchel, Myrrhe, Sandelholz und Tanne wirken schleimlösend. Eine krampflösende Wirkung wird der Bergamotte, dem Fenchel, der Kamille, Pfefferminze und Zypresse zugeschrieben. Basilikum, Eukalyptus, Pfefferminze und Zitrone wirken fiebersenkend. Schmerzlindernd wirken Benzoe, Myrrhe und Weihrauch. Eukalyptus, Fichte, Myrrhe Patchouli, Tanne und Teebaumöl haben eine antiseptische Wirkung.
Herstellung von ätherischen Ölen:
Zur Herstellung von ätherischen Ölen werden verschiedene Herstellungsverfahren eingesetzt. Die EXPRESSION wird für Zitrusfrüchte, dazu gehören Orange, Zitrone und Bergamotte, angewendet. Die EXTRAKTION ist ein technisch sehr kompliziertes Verfahren. Dabei wird mit Hilfe eines Lösungsmittels die Essenz aus den Pflanzenteilen gewonnen. Anschließend wird das Lösungsmittel verdampft und zurück bleiben die reine Essenz und Pflanzenwachse. Die Masse wird mit Alkohol gewaschen und man erhält ein sogenanntes Absolue, ein hoch konzentriertes reines Öl. Die ENFLEURAGE ist die älteste Gewinnungsart von pflanzlichen Essenzen. Dazu werden die Blüten auf eine gefettete, erwärmte Glasplatte aufgetragen. Das Fett nimmt die ätherischen Öle auf. Nach einer gewissen Zeit wird eine weitere Schicht Blütenblätter aufgetragen. Die Enfleurage ist eine reine Pflanzenessenz. Dieses arbeitsintensive Verfahren wird bei kostbaren Ölen, wie Jasmin, Orangenblüten und Rosenblüten angewendet. Die Destillation ist die gebräuchlichste Methode zur Gewinnung von Pflanzenessenzen. Hierzu werden nur Pflanzen verwendet, deren Öle durch die Einwirkung von Hitze nicht beschädigt werden und nicht wasserlöslich sind. Dabei wird Wasserdampf unter hohem Druck durch ein mit Blüten und Pflanzenteilen gefülltes Röhrensystem geleitet. Der Dampf, der die Ölteilchen aufgenommen hat, wird abgekühlt. Das ätherische Öl setzt sich hier entweder auf dem Wasser ab oder sinkt nach unten. Das Wasser nimmt ebenfalls das Aroma der Pflanzen an. Dieses Nebenprodukt ist als Rosen- und Orangenblütenwasser bekannt.