Klettersport
Wer das Abenteuer liebt, nicht unter Höhenangst leidet, seine Grenzen spüren und sich dabei inmitten atemberaubender Natur bewegen möchte, sollte es mit dem
Klettersport versuchen. Der Fachhandel bietet inzwischen zahlreiche nützliche Ausrüstungsgegenstände an und unter fachkundiger Anleitung kann das Klettern beinahe jeder lernen. Für Einsteiger kann es anfangs etwas schwierig sein, geeignete
Klettergebiete zu finden.
Aber auch hier bieten der Buchhandel oder spezielle Outdoor-Shops zahlreiche Literatur an. In sogenannten Kletterführern beschreiben Kletterprofis ihre Lieblingstouren, geben Hinweise zu Verhaltensregeln und informieren zu speziellen Themen, wie Natur- und Umweltschutz.
Um den Erhalt und die Pflege der
Klettergebiete kümmern sich die Kletterfreunde meistens selbst. In Ortsgruppen oder Verbänden haben sie sich zu Gemeinschaften zusammengeschlossen, organisieren Arbeitseinsätze, geben Empfehlungen zu Regeln oder schlagen neue Kletterareale für die Eintragung in künftige Kletterführer vor.
Aufgrund ihrer Beschaffenheit sind die Klettergebiete sehr unterschiedlich und damit jeweils für spezielle Kletterarten interessant. So ist das Erklettern eines Kalksteinfelsens etwas ganz anderes, als das Entlanghangeln an einer Granitformation. Verschiedene Kletterstile erfordern unterschiedliche Felsenformen. Während sich manche Sportkletterer bestimmte Zeitvorgaben machen, suchen andere die Herausforderung in Überhängen, Rissen und Spalten. Außerdem sind Klettergebiete nach bestimmten Sicherheitskriterien eingeteilt, so dass jeder Sportler sein Können testen und sein persönliches Limit finden kann. Zahlreiche Klettergebiete sind touristisch hervorragend erschlossen. Sie verfügen über eine gute Infrastruktur und bieten neben bequemen Anfahrtswegen, Übernachtungsmöglichkeiten, die Versorgung mit Lebensmitteln und vieles andere. Ob das im Einzelfall erwünscht ist, oder die Ursprünglichkeit der Berge eher stört, sollte jeder für sich entscheiden.
Um der Zerstörung von Natur und Umwelt einen Riegel vorzuschieben, haben einige Behörden in den Klettergebieten ganz klare Verordnungen verabschiedet. Darin sind alle Verhaltensregeln, Einschränkungen und Verbote detailliert aufgelistet und von den Sportlern strikt zu befolgen. Ein Beispiel hierfür ist die Sächsische Schweiz. Hier haben die Behörden schon vor Jahren reagiert und leisten ihrerseits einen Beitrag zum Erhalt dieser einzigartigen Klettergebiete.
L.Wedekind