Kunst hat heutzutage einen entscheidenden Nachteil: sie wird meistens in Museen ausgestellt. Während sich die meisten Erwachsenen denken, warum das ein Nachteil sein soll, werden die meisten Kinder und Jugendlichen auf diesen Einwand wohl schnell mit einem zustimmenden Kopfnicken reagieren. Dass Kunst nicht zwangsläufig langweilig sein muss, das ist schon längst auch bei der jungen Generation angekommen, aber Museen gelten heute wie eh und je bei dem Nachwuchs als öde und uncool.
Der Regisseur Adolf El Assal setzt nun mit einem Filmworkshop dem Konzept des Museums eine sinnvolle Alternative entgegen, um auch Kindern und Jugendlichen das Interesse an Kunst und Kultur schmackhaft zu machen und lässt sie dabei gleichzeitig an einem eigenen Projekt arbeiten. Unter dem Namen „Casino Royale" werden da in den Schulferien Arbeitssitzungen für den Nachwuchs zwischen 12 und 17 Jahren abgehalten und man gibt den Interessierten die Möglichkeit, sich im Bereich des Films, der Fotographie oder des Tons zu betätigen. Dabei bekommen die Kinder auch Kontakt zu professionellen Akteuren in diesen Bereichen. Für die jüngsten Teilnehmer, die schon ab sechs Jahren Spass an solchen inspirierenden Tätigkeiten haben, findet sogar jeden Samstag ein Workshop statt.
Insgesamt ist es den Veranstaltern dieser Kinderateliers wichtig, dass den Kindern nicht einfach abgefertigtes Fachwissen vorgekaut wird. Man will keine Vorträge halten und schlichte Richtlinien herunterbeten; das würde alle beteiligten wohl unnötig langweilen. Stattdessen werden die jungen Teilnehmer ständig dazu angehalten sich einzubringen, ihre eigene, kritische Meinung zu sagen und Ideen zu äußern. Da springt auch immer mal wieder ein toller neuer Imput für die professionellen Mitarbeiter heraus.
Dass das derzeitige Projekt auf den Namen „Casino Royale" hört, liegt natürlich nicht daran, dass die Nachwuchskünstler sich dort vor allem mit den klassischen
Casino Spielen auseinandersetzen. Der Name ist vielmehr ein Bezug zu der aktuellen Ausstellung von Bruno Peinado; diese hört nämlich auf den Namen „Casino Incaos – Baroque Courteoisie."