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ABZOCKE!! - GEILER geht’s nicht oder?

Autor: auftragspoker | Erstellt am: 06.01.2011 | Gelesen: 840
Kategorie: Bau - Planung & Architektur | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Höchststrafe ist der Lohn für Vertrauen und Gutmütigkeit - aber wie sagt man: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!" oder "Aus Schaden wird man klug!". Ein Beispiel besonders krasser Abzocke!

Bitte nicht blenden lassen!
Bitte nicht blenden lassen!
Fragen Sie mal bei Unternehmern nach, ob es nicht reizt,  in der „Hoffnung auf mehr…“, auch mal einen Auftrag für weniger Geld als üblich zu machen. Da werden ihm "Schinken vor's Maul gehängt" (z.B. Folgeaufträge, große Stückzahlen o.ä.) und dann ... ein warmer Händedruck und nichts als leeres Geschwätz. Eine ABZOCKE der besonderen Art!

Wie man schwer auf die Nase fallen kann, wenn man sich zu sehr von Äußerlichkeiten, Sprüchen und großen Geesten blenden läßt, zeigt dieses Beispiel. Hier die Geschichte dazu:

Ein Mann wollte mit seiner Frau ein Haus bauen. Er dachte sich "...planen kann ich selber - hab als Kind schon Malen nach Zahlen perfekt gekonnt" und legte gleich los. Seine Frau spitze die Stifte, reichte sie ihm und er malte ein Haus. Hier ein Raum, dort ein Raum, hier ein Fenster, dort ne Tür - Dach noch drauf und FERTIG. Siehste...", sagte er zu ihr "... den ARCHITEKTEN haben wir schon mal GESPART und den Stempel kriegen wir vom Bauunternehmer! Morgen gehen wir zur Baufirma und lassen uns ein Angebot machen!"

Gesagt, getan fuhren die beiden am nächsten Tag gut gekleidet mit Anzug, Schlips und sexy Outfit für die Frau zum örtlichen Bauunternehmer. Der empfing sie mit offenen Armen, lobte die stümperhaften Skizzen in den höchsten Tönen und schmierte den beiden "Kunden" Honig um's Maul, bis alles klebte. Der Grund hierfür lag klar auf der Hand: die beiden taten so, als hätten sie Kontakte in die höchsten Kreise und der Bauunternehmer wähnte sich schon im "7. Auftragshimmel".

Ruck zuck kam ein "Pauschalvertrag" zustande, wonach der Unternehmer "... ein Haus nach Vorgaben der Bauherren-Planung..." schlüsselfertig bauen sollte - natürlich ALLES INKLUSIVE! Die Vorgaben waren ja recht eindrucksvoll in den "Zeichnungen" der Bauherren dargestellt. Den Preis ermittelte man schnell über die Größe des Hauses. Man hat ja als erfahrener Bauunternehmer Vergleichsobjekte, aus denen sich ein Preis pro qm Wohnfläche errechnen lässt. Also schnell gerechnet 200qm x 1.000,- Euro/qm = 200.000,- Euro. Ist doch ganz einfach - und los geht's!

Dann "oh Schreck" - schon nach dem Baustart die ersten "Missverständnisse". Da ist doch unter einem der vielen Striche, Männchen, Bäumchen und Schatten auf dem „Plan" vom Bauherrn eine Garage versteckt. Die hatte vorher keiner gesehen - und den Keller auch nicht, weil der in den "tollen Ansichten" natürlich nicht gemalt war.

Was nun? Die Bauherrn mit Nachträgen überfordern? NEIN, das geht nicht - die haben Kontakte und dann sind die vielen schönen Folgeaufträge im Eimer. Also - Maul halten und weiterbauen! Irgendwie rechnet sich das Ganze schon am Ende - da gibt's ja noch die MISCHKALKULATION, die alles wieder wett macht.

Nachdem das Haus nun fertig ist, steigt die große Einweihungsparty - natürlich nur mit geladenen Gästen aus dem "Geld-Adel", schwärmten die Bauherren. Der Bauunternehmer freute sich wie ein kleines Kind auf die Party und die "dicken Aufträge", die nun kommen würden.

Was ihn dann erwartete, schlug dem Fass den Boden aus! Die Bauherren drückten ihm anstelle eines Sektglases beim Empfang eine an den Haaren herbeigezogene Liste mit Mängeln in die Hand (z.B. mit Punkten wie "Fingerabdruck auf einer Silikonfuge") und verabschiedeten ihn mit den Worten "... kommen Sie wieder, wenn Sie fertig sind!". An der Liste hing die Visitenkarte des Familien-Anwalts und der handgeschriebene Hinweis vom Anwalt: "... die letzte Rate von 20% bitte einbehalten...".

FAZIT: Außer Spesen nix gewesen! ABER der Unternehmer wusste sich zu wehren und brachte in einer Nacht- und Nebelaktion ein Warnschild gut sichtbar hoch am Giebel des Hauses an: „Hier ruht mein Geld und Ihr sollt wissen – vom Hausherrn hier wird man beschissen!"

So kann's gehen...

Lutz Bachmann

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vertreten durch Geschäftsführer : Lutz Bachmann

 
 
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