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Absurdes und Krawatten

Autor: youmee | Erstellt am: 21.11.2010 | Gelesen: 487
Kategorie: Lifestyle - Mode & Schmuck | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Dass die Krawatte ein ungeheuer schmückendes Kleidungsstück ist, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Weniger bekannt ist, dass sie auch die Fantasie von Künstlern

Krawatte - Er gehört seit Jahrhunderten zum festen Repertoire der Herrenbekleidung
Krawatte - Er gehört seit Jahrhunderten zum festen Repertoire der Herrenbekleidung
Dass die Krawatte ein ungeheuer schmückendes Kleidungsstück ist, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Weniger bekannt ist, dass sie auch die Fantasie von Künstlern, Designern und Witzbolden immer mehr angeregt hat. Das Resultat sind Anwendungen und Formen, die man normalerweise nicht von einer Krawatte erwarten würde.

Schon im 17. Jahrhundert kam der Holzschnitzer Grinling Gibbons auf die Idee, eine Krawatte nicht aus Stoff, sondern aus Holz zu verfertigen. Das geschnitzte Exemplar hätte wohl normalerweise über irgendeinem Kamin ein trauriges Schattendasein gefristet, wenn nicht der Schriftsteller Horace Walpole fast hundert Jahre später auf die Idee gekommen wäre, das außergewöhnliche Schmuckstück auf einem Empfang zu tragen – Skandal garantiert. Derartig skandalträchtig sind heute noch erhältliche schlichte Holzkrawatten nicht, aber über die Optik der durch Lederbänder auf der Rückseite zusammengehaltenen Stücke lässt sich trefflich streiten.

Einen Werbegag der ganz besonderen Art leistete sich eine Schweizer Agentur: Der Luzerner Wasserturm wurde nicht einfach nur mit einem Schlips versehen, nein, sogar mit einem fleckigen Schlips. 20 Meter war der gelbe Binder lang.

Das Musikhören in Bahn und Bus mittels MP3-Player hat mittlerweile die Mitte der Gesellschaft erreicht. Auch Manager gönnen sich inzwischen gelegentlich diese Art der Beschallung. Anlass genug für eine englische Firma, mit einer musikalischen Krawatte zu reagieren: auf der Rückseite hat sie eine dezente Tasche, deren Größe perfekt auf Apples Player Ipod abgestimmt wurde.

Es gibt sogar einen mehr oder weniger absurden Krawattenknoten: Der Balthus – benannt nach einem Kunstmaler – bricht sämtliche Regeln des Krawattenbindens, verkürzt das breite Ende der Krawatte massiv, lässt das schmale Ende lang herunterhängen und hängt wie eine Kugel am Hals. War der Erfinder dieses Knotens damals ein wenig beschwippst? Nein, beschlipst.

Fühlen Sie sich jetzt auf den Schlips getreten? Hoffentlich nicht. Diese Redewendung hat aber auch nicht das Geringste mit Krawatten zu tun. Eine "Schlippe" war einfach das verlängerte Ende eines Gehrocks oder Frackschoßes. Im Gedränge konnte es schon einmal passieren, dass man jemandem auf den Rockzipfel stieg.
 
 
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