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Absinthe und die Folgen

Autor: Celso Cardozo | Erstellt am: 02.09.2007 | Gelesen: 1987
Kategorie: Essen - Trinken & Rezepte | Bewertung: Unbewertet
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Kein geringerer als Louis Pernod und dessen Schwiegervater Major Dubied waren es die 1797 die erste Absinthe Brennerei gegründet haben. Zuvor wurde Absinth zuallererst in einer Waschküche von einem Schwesternpaar, diese erfanden die erste Rezeptur, hergestellt und dann in Apotheken als Medizin verkauft. Die Rezeptur gelangte über unterschiedliche Hände zu jenen besagten Herren, und so bauten sie ihre erste Fabrik. Die ersten Absinth verkauften sie in der französischen Schweiz und auf heimischen Boden. Die erste Fabrik wiederum bauten sie in Frankreich, dicht an der Schweizer Grenze. Wenige Jahre später, schon im Jahr 1805, sie aufgrund erheblicher Nachfrage, wurde diese Fabrik bedeutend vergrößern.

Im 18. Jahrhundert stiegen die Wein-Preise der deutlich an, die Reblaus vernichtete viele Ernten. Die Absinthproduktion musste oder konnte gesteigert werden. Zur Produktion verwendete man inzwischen billig hergestellten Industriealkohol, und so konnten auch die Preise für den Absinth erheblich gesenkt werden. Die Blütezeit des Absinth begann. Jedoch war daran nicht die Massenherstellung der Schuld sondern der Absinthselbst, er avancierte zum Kultgetränk. Die ganze Kunstszene, die Szene drum herum, die Bohemes, all diese Menschen verhalfen dem Absinth zu seiner Berühmtheit. Man traf sich jeden Tag zwischen 11 und 13 Uhr, und dann schon wieder zwischen 16 und 18 Uhr ‚zur grünen Stunde', tagtäglich, in den Straßencafes und Bars, Kneipen in den Städten von Paris. Man trank Absinth und ließ sich von der grünen Fee die Wange streichelt. Der Alkoholismus griff um sich, und die Absinthgegner traten auf den Plan, Absinth wurde bald darauf verboten.

Heutzutage ist es wieder erlaubet Absinth herzustellen und zu verkaufen. Demzufolge kann man sich ganz bequem sich mit der grünen Fee zu einer grünen Stunde verabreden. Absinth kauft man heute in einem Absinth Onlineshop. Und wenn man ihn in Maßen trinkt, hat man eigentlich nichts zu befürchten.

Autor: Celso Cardozo
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