Am letzten Schultag im Abiturjahr gehört es zur Tradition, dass die Schüler dem Lehrpersonal einige Streiche spielen und lustige Aktionen veranstalten. Der
Abistreich am letzten Schultag ist schon fast eine Pflichtübung. Diese Aktionen werden an diesem Tag von der Schulaufsicht geduldet. In vielen Schulen müssen die jeweiligen Aktionen aber auch vorher mit der Direktion der Schule abgesprochen und bestätigt werden. In einigen Jahren gingen die Streiche nämlich auch schon etwas zu weit, sodass für einige Lehrer ein unverhältnismäßig großer Schaden entstand oder auch das Schulgebäude selbst Schäden davontrug.
Dennoch kann man lustige Streiche veranstalten, bei denen niemand ernsthaft zu Schaden kommt. In vielen Fällen geht es darum, den ordnungsgemäßen Schulbetrieb in irgendeiner Weise zu blockieren. Dies kann dadurch geschehen, indem verschiedene notwendige Gegenstände versteckt werden, die Lehrer selbst auf irgendeine Weise aufgehalten werden oder die Klassenräume stark verändert werden, sodass der Unterricht nur schwer durchgeführt werden kann. Die Schüler nutzen den letzten Schultag aber auch oft, um irgendeine Botschaft zu verbreiten und loszuwerden. Dazu werden schon in den Vorbereitungen Plakate oder Fahnen gebastelt, die dann rund um das Schulgebäude oder darin platziert werden, sodass sie von jedem gesehen werden können, der daran vorbeigeht.
Aber auch die Parkplätze und Außenanlagen werden oft in die Streichaktionen mit einbezogen. Somit werden beispielsweise die Autos der Lehrer mit Klopapier eingewickelt oder auf eine andere Weise dekoriert. In vielen Schulen ist es auch üblich, bis zu diesem Zeitpunkt vor den Lehrern geheim gehaltene Veranstaltungen mit den Lehrern durchzuführen. Somit werden beispielsweise Quizaktionen veranstaltet, bei denen den Lehrern knifflige Fragen gestellt werden oder sie peinliche Situationen meistern müssen.
Christian Schlender