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Abhängigkeitserkrankungen: Sicherheit in der Diagnostik dient Arzt und Patient

Autor: medizin-sponsor | Erstellt am: 20.02.2011 | Gelesen: 541
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - 4. April 2011 in Frankfurt/Main: Medizinisches Symposium für Ärzte und ärztliche Psychotherapeuten in Praxis und Klinik / 8 CME-Punkte

Frankfurt/Main: Medizinisches Symposium für Ärzte und ärztliche Psychotherapeuten in Praxis und Klinik / 8 CME-Punkte

Rund 27 Millionen Menschen in der Bundesrepublik sind abhängig - von Alkohol, Nikotin und Medikamenten. Und sie sind potentielle Patienten. Für den behandelnden Arzt bedeutet diese Gruppierung eine besondere Herausforderung - sowohl von der Fachexpertise her als auch vom kommunikativen Prozess. Spezifische Abhängigkeiten stehen in Wechselbeziehung zu Alter und sozialer Verankerung. Die Symptome und Verflechtungen mit anderen Erkrankungen sind multipel. In der Primärversorgung sind im Regelfall der niedergelassene Hausarzt oder auch die Ambulanz einer Klinik gefragt.

Damit Ärzte die betroffenen Patienten so optimal wie möglich in ihre täglichen Abläufe in Praxis oder Klinik integrieren können, ist eine hohe diagnostische Sicherheit erforderlich. Das Symposium Abhängigkeitserkrankungen mit 8 CME- Fortbildungspunkten bietet Ärzten sowie ärztlichen Psychotherapeuten eine fundierte Fortbildung für sachorientierte und fokussierte Gesprächsführung.

Das Symposium steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Karl Mann vom Zentralinstitut (ZI) Mannheim (Forschungseinrichtung und  Klinikumsverbund für Psychiatrie, Suchtmedizin, Psychosomatik, Psychotherapie und Kinder-Jugend-Psychiatrie). Professor Mann, zugleich Inhaber des Lehrstuhls für Suchtforschung an der Universität Heidelberg, referiert zu neuen diagnostischen und therapeutischen Erkenntnissen bei Alkoholismus. Insgesamt berücksichtigt das Symposium sowohl die Diversität der betroffenen Gruppierungen in unserer Gesellschaft als auch die damit verbundene Spreizung verschiedener Abhängigkeitserkrankungen, deren Behandlung weitgefächertes Wissen und differenzierte Herangehensweisen erfordert.

Berufliche Anforderungen, Pubertät und der Lebensabschnitt des Alters werden in drei Vorträgen behandelt.
  • "Job-Doping durch psychotrope Substanzen" ist das Thema von Karsten Strauß vom Institut für Suchtmedizin Barkelsby. Er gibt einen Überblick über die Verbreitung und das Schadenspotential häufig konsumierter Substanzen wie Neuro-Enhancer, Alkohol und Kokain bei beruflich stark beanspruchten Menschen.
  • Im Alter spielt ebenfalls der Alkohol, in hohem Maß aber auch Medikamentenkonsum eine bedeutsame Rolle beim Entstehen einer Abhängigkeitserkrankung. Diesen Aspekt vertieft Prof. Dr. Irmgard Vogt vom Institut für Suchtforschung Frankfurt/Main.
  • Der Suchtproblematik Jugendlicher widmet sich Professor Dr. Manfred Laucht, Diplom-Psychologe und Leiter der Arbeitsgruppe Neuropsychologie im Kinder- und Jugendalter am ZI Mannheim.

Dem Themenkomplex neuer Forschungserkenntnisse und ihrer Einbindung in die ärztliche Intervention widmen sich zwei Vorträge:
  • Professor Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Bereichsleiter Kompetenzzentrum Sucht am Klinikum München-Ost, erläutert neurobiologische und pharmakologische Grundlagen und Forschungen zu stofflichen Abhängigkeiten.
  • Die Arzt-Patienten-Kommunikation ist das Thema von PD Dr. Ralf Demmel, Diplom-Psychologe an der Bodelschwingschen Stiftung Bethel. In seinem Vortrag "Screening und Kurzintervention" behandelt er Möglichkeiten der Prävention und das Instrumentarium der motivierenden Gesprächsführung (motivational interviewing).
  • Den Abschlusspunkt  des Symposiums setzt der Fachanwalt für Medizinrecht, Jan Willkomm aus Leipzig mit juristischen Aspekten in der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen.

Das medizinische Symposium wird unterstützt von Reckitt Benckiser Pharmaceuticals und dem forschenden Pharmaunternehmen Lundbeck. Die Veranstaltung ist von 9.30 bis 18 Uhr anberaumt. Vertiefende Informationen und Anmeldung unter www.medizin-sponsor.de.

Für weitere Informationen: Katharina Daniels Fachjournalistin und PR-Beraterin Healthcare, daniels@daniels-office.de
 
 
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