RMS-Scriptorin
Historie
Florresei
Der ACV ging aus dem von Clemens August Hecker am 12. Februar 1829 gegründeten ersten Aachener Karnevals-Verein die Aachener-Karnevals-Florreserei, kurz Florresei hervor. Hecker betrachtete die Florreserei als eine Stiftung eines heimathlichen Maskenfestes (...) mit der Verpflichtung, den der Menschheit von Haus aus angestammten Trieb zur Narrheit zu kultivieren und perfectionieren. Vermutlich wurde die seit dem 16. Jahrhundert als Narrenzahl geltende Zahl elf für den Elferrat von der Florreserei gegründet. Der erste Maskenumzug fand 1830 statt und gilt als bürgerliche Adaption einer ursprünglich dem Adel vorbehaltenen Festzugsform. Otto von Bismarck wurde 1879 von der Florresei zum Ehrenmitglied ernannt. Auch 1883 ist noch von der Florresei die Rede, welche vermutlich 1899 in der Antikarnevalsstimmung unterging.
Erst 1937 wurde die Florresei neu gegründet als große Aachener Gesellschaft, welche die ehemaligen Vereine Oecher Storm, Oecher Börjerwehr, Närrisches Marinekorps und Luftflotte Sr. Tollität vereinte. Am Rosenmontagszug 1937 stach die Florresei mit ihrem Kreuzer Königstein in See und fiel 1939 dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.
Seit 1997 erlebt der traditionelle Florresei ein zeitgemäßes Comeback in einem Kostümball des AKV, organisiert von den Ehrenhüten, den 1830 als Chapeaux d'honneur vereinten Ball- und Festordnern. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der AKV diese Form der Nachwuchsriege. Die Aufgabe dieser 13 jungen Herren ist es, den AKV elf Jahre lang bei seinen Aktivitäten zu unterstützen.
ACV
Der ACV wurde am 9. Dezember 1859 als Neuer Aachener Carnevalsverein in dem Weinlokal Zum neuen Klüppel von ehemaligen Florresen gegründet. Es hatte eine Spaltung innerhalb der Florresei gegeben, die Gründe sind nicht tradiert, vermutet wird eine stark religiöse Richtung der Ausgetretenen. Im Gasthof Zum goldenen Drachen fand die Wahl des Vorstandes statt.
Im ersten Vereinsjahr wurden 222 Herren der besseren und besten Stände der Stadt Mitglied. Der Jahresbeitrag inklusiv Kappe in den Farben Blau-Gelb-Rot-Weiß und Liederbuch betrug 3 Thaler. Die Anfangsjahre gelten als unordentlich, da vier Sessionen ohne Orden abgehalten wurden. Im Jahre 1865 wurde die erste Vereinszeitung Echo des Aachener Carnevalsvereins herausgegeben, die Umbenennung in Aachener Carnevalsverein hatte stattgefunden und die ersten zwei Karnevalsorden waren gestiftet worden. Zur Satzung gehörte u.a. das wohltätige Engagement. Ein Maskenzug aller Karnevalsvereine wurde 1864 vom ACV bewirkt, konnte aber bis 1950 wegen politischer oder wirtschaftlicher Notjahre nicht jährlich stattfinden. Innerhalb von 40 Jahren wurde der ACV bis 1899 über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Von 1899 bis 1921 zunächst als heidnisches Brauchtum angeprangert, dann von den Kriegswirren übertönt, trat der Karneval in den Hintergrund.
AKV
Die Wiedergeburt des ACV als AKV geschah am 8. Oktober 1921 auf Veranlassung von Peter Geulen, dem zukünftigen Ehrenpräsidenten. Die erste Generalversammlung seit 1913 fand am 12. November 1921 im Hotel Nuellens statt. Von nun an wurde das C zum K: AKV. Als Folge der Besatzung, der rheinischen Separatisten und der Inflation wurde 1923 nur der Familienabend das Dreikönigenfest am 6. Januar abgehalten mit der Ehrung Peter Geulens 50-jähriger Mitgliedschaft. Dies veranlasste den Jubiliar zur Gründung der Peter Geulen Stiftung für Kriegsblinde. Gesetzliche Einschränkungen, z. B. waren Karnevalsveranstaltungen nur unkostümiert in geschlossenen Räumen erlaubt und die Wirtschaftskrise hinderten den Aufschwung des Aachener Karnevals. Die Aufhebung der Verbote begann 1925 und endete 1928. Das Resultat war die Kappenfahrt 1928 und der Rosenmontagszug 1929 mit dem Eisprinz Ernst Nießen. Die Temperatur am Rosenmontag betrug 1929 minus 20,3 Grad Celsius. Es war nur ein kurzes Aufblühen. Die Arbeitslosenquote stieg und die Weltwirtschaftskrise nahm ihren Anfang. Die Endphase der Weimarer Republik belastete die Aktivitäten des AKV. Das Erscheinen im schwarzen statt roten Frack zur Herrensitzung mit Armenkollekte am 16. Februar 1932 im weißen Saal der Erholungsgesellschaft war ein Zeichen der Notzeit. Im Dritten Reich wurde der Karneval als Instrument der Nationalsozialisten missbraucht. Ab November 1939 mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs entfiel jegliche Narretei.
Das Archiv und der Treffpunkt des Elferrats war das Hotel König von Spanien ihres Mitglieds Hans Michel, das 1941 zerbombt wurde. In Aachen, der britischen Besatzungszone konnte am 22. November 1947 der AKV seine Mitgliederversammlung mit 82 von 248 anwesenden Mitgliedern im Aachener Bürgerbräu abhalten. Im Oktober 1949 wurde der AAK wiedergegründet.
ORDEN WIDER DEN TIERISCHEN ERNST
Der britische Militärstaatsanwalt James Arthur Dugdale ordnete Anfang Februar 1950 die vorzeitige Entlassung eines Häftlings an. Anstatt am 20. Februar 1950 wurde er am 18. Februar entlassen. Dugdales Begründung lautete: der aus russischer Kriegsgefangenschaft Heimgekehrte solle die höchsten Feiertage im Rheinland nicht hinter Gittern verbringen. Helmut A. Crous, Chefredakteur und AKV-Archivar, informierte den Elferrat über dieses bedeutende Ereignis. Der Elferrat beschloss James Arthur Dugdale in Anerkennung des (...) bewiesenen Verständnisses für den Aachener Karneval (...) den diesjährigen Orden zu verleihen. Die Menschlichkeit von Dugdale wurde vom AKV in dem Jahr geehrt, in dem zum ersten Mal der Karlspreis verliehen wurde.
Im Jahre 1952 war es ein Ereignis in Mölln, das den AKV aufhorchen ließ. Die Finanzminister aller Bundesländer trafen sich. Jedoch ließ jemand ihre festlich gedeckte Tafel abräumen mit der Begründung Schleswig-Holstein sei ein armes Land und servierte Erbsensuppe. Königstein fand den Betreffenden heraus und Jules von Jouanne, Kieler Regierungsrat, erhielt den AKV-Orden 1952. Die Ordensidee war gegründet, von nun an wurde gezielt nach einer speziellen Persönlichkeit gefahndet, „die mit Menschlichkeit und Humor im Amt den Kampf gegen die seelenlose Bürokratie und das Wiehern des Amtsschimmels aufnahm." Erst 1954 wurde der erste ORDEN WIDER DEN TIERISCHEN ERNST aber noch als Jahresorden verliehen, eine Zeitungsüberschrift Gegen den tierischen Ernst hatte Königstein auf die Namensidee gebracht.
Im folgenden Jahr nahm der Orden und das Rittertum seine unverwechselbare Gestalt an. Der Graphiker Manö Paulsen entwarf den Orden und Juwelier Heinrich Jaspers übernahm die Anfertigung. „Der blaue Emailschild zeigt einen Tschako im goldenen, mit Paragraphen bewährten Vogelkäfig, auf dessen Spitze ein Vogel in Freiheit sein Liedchen pfeift. Als ursprünglich militärische, von Teilen der deutschen Polizei noch bis Anfang der 1970er-Jahre getragene Kopfbedeckung symbolisiert der Tschako den tierischen Ernst, der anstelle des mit einer Narrenkappe gekrönten Vogels im Paragraphenkäfig gefangen ist." Bei der als Fremdensitzung bezeichneten Ordensverleihung wurde im Protokollbuch 1955 erstmals vom Ritter des Ordens geschrieben. Die Verleihung entwickelte sich zu einem närrischen Ritterschlag. „Die Idee, Beispiele einer humorig-menschlichen Amtsführung auszuzeichnen und diese hintergründig-verschmitzt mit einer kabarettistisch geschliffenen Feder zu loben, entwickelte sich zum Aushängeschild des von Königstein favorisierten geistreichen Karnevals." Der Käfig für die Ritterrede kam 1964 hinzu. Zu dem Verleihungsritual gehört die obligatorische Laudatio des letzten Ritters. Der designierte Ritter erhält als Ritterinsignien: den Orden Wider den tierischen Ernst, die Rittermütze und die Ordensregelrolle in bestem Küchenlatein.
Im Jahr 1955 wurde der Orden vorübergehend in Klassen eingeteilt. Die Normalklasse des Ordens für unspektakuläre, aber originelle Ereignisse und die Sonderklasse des Ordens. Die Normalklasse wurde drei Mal verliehen. Der AKV ging dazu über bekannte internationale Persönlichkeiten auszuzeichnen. Daraufhin hatte Ordensritter Carlo Schmid in seiner Rede 1958 gewarnt: daß wir nicht aus lauter Angst vor dem tierischen Ernst in den tierischen Humor verfallen. Zu ihrem 100-jährigen Bestehen kürten sie Konrad Adenauer 1959 zum Ritter und steigerten ihre Popularität.
Erstmals wurden Bilder der Ordensverleihung 1957 in der ARD Tagesschau gesendet und 1960 eine 45-minütige Live-Übertragung der Ordensverleihung ausgestrahlt. Folglich wurde der Ritterblock zum närrischen Staatsakt. Die Fernsehübertragungen brachten dem AKV sowohl mit dem Fernsehhonorar einen finanziellen Aufschwung, als auch den Erfolgsdruck einen das Publikum begeisternden Ordensritter und entertainerfähigen Sitzungspräsidenten zu präsentieren. Die Sendung wurde bis 1982 mit einer Ausnahme 1971 live übertragen. Von 1983 an wurde der Sendeplatz auf das dritte Programm verlagert, 1991 schloss der AKV einen Fünfjahresvertrag mit dem Sender RTL mit dreistündiger Liveübertragung, vorzeitig wechselte der Verein zum WDR und es erfolgte die Ausstrahlung via Konserve in der ARD seit 1995. Die Vorstellung avancierte zur Karnevalsshow mit nicht permanent auf der Bühne präsentem Elferrat.
und eine vorteilhafte Gesamtübertragung vorgenommen, die in den letzten Jahrzehnten aus der Konserve stammt.
Mit Gertrud Höhler wurde 1988 erstmals eine Ritterin geschlagen. Nach der Schließung des Neuen Kurhauses 1975 erfolgte die Verleihung im Krönungssaal des Aachener Rathauses und seit 1979 im Eurogress.
Als eingetragener Verein begann der AKV die Session 1953 und der Prinz wurde im provisorisch erstellten Neuen Kurhaus-Saal proklamiert. Mit Kriegsende waren die bisherigen wohltätigen Stiftungen erloschen. Die Vereinstradition wurde von der Jacques Königstein-Stiftung 1954 für Kriegsopfer und notleidende Hinterbliebene fortgeführt.
Der Rosenmontagszug erlebte 1950 seine Rinascita mit 16 Figurenwagen und dem Motto von Helmut A. Crous: Os krijje se net kapott! Die grenzübergreifende Position und Eigenart Aachens veranschaulichte der Motivwagen mit dem Dreiländereck als Fata Morgana der Völkerverständigung ebenso wie das Zugmotto Lachen ist zollfrei 1952 mit Wagen aus Belgien, den Niederlanden und dem Motivwagen Paneuropa in den Kinderschuhen. Nicht grundlos galt Aachen als der Wilde Westen Deutschlands.
Sitz des Vereins Seit 1985 bemüht sich der AKV um Professionalität und schlägt einen mercantilen Kurs ein, seit September 1989 verfügt der Verein über eine Geschäftsstelle, die zunächst Ecke Heinrichs-Allee und Jülicher Straße, dann im Alten Kurhaus über dem Ballsaal eingerichtet wurde. Die Versammlungen finden seit Juni 1996 in eigenen Räumen statt. Bisher führte der Verein ein Wanderleben in der Erholungsgesellschaft (Friedrich Wilhelm Platz), dem Großen Monarchen (Büchel), dem Karlshaus (Kapuzinergraben 13)und dem König von Spanien (Kleinmarschierstraße 52).Im Jahr 1991 wurde ein hauptamtlicher Geschäftsführer eingestellt. Nach der 1857 gegründeten Stadtgarde Oecher Penn ist der AKV heute der zweitälteste Aachener Karnevalsverein. Den Aachener Karnevalsprinzen stellt seit 1881 der AKV. Seit 1950 beziehungsweise 1954 verleiht der AKV auf Initiative von Jacques Königstein den Orden WIDER DEN TIERISCHEN ERNST, der wegen des Golfkriegs 1991 ausfiel.
Aktuell
Der Verein besteht aus dem Präsidenten, dem 1. Vize-Präsidenten, dem 2. Vize-Präsidenten, dem Schatzmeister, dem Geschäftsführer, dem Elferrat, dem Elferratsbeirat, dem technischen Beirat, den 13 Ehrenhüten, den Senatoren seit 1937, dem Prinzenkorps, einem Zusammenschluss der Ex-Prinzen seit 1982, dem Creative-Team, eine Vereinsunteroganisation seit 2004, dem Pressesprecher, dem Maskottchen Barki, einem Enkel des Bahkauvs und den im Ballotage Verfahren gewählten Mitgliedern sowie dem Ritterkonvent.
Festivitäten und Aktivitäten
Die Sessionshöhepunkte sind die Festsitzung mit der Verleihung des Ordens WIDER DEN TIERISCHEN ERNST; die Prinzenproklamation; der Florresei-Palast im Barocksaal des Alten Kurhauses seit 1997, ein Kostümball der Ehrenhüte; die Carnevale, eine Karnevals-Party seit 1998; die Maskerade, ein Kostümball des Senats seit 2011 in den Räumen des Quellenhofs; die Erbsensuppe am Fettdonnerstag auf dem Holzgraben; die Fettdonnerstags Marktsitzung seit 1960; die Küchenparty, ein kulinarischer Event des Prinzenkorps seit 2000 und die traditionelle Kaffeevisite Kaffee, Kids und Kokolores, eine Nachmittagssitzung nach dem Kinderzug im Alten Kurhaus; der Magic Monday sowie der Abschlussball mit Festvorstellung im Aachener Stadttheater, bei dem der Prinz um Mitternacht vom Veilchendienstag auf den Aschermittoch abdankend hinausgetragen wird. Aber auch der Herrenabend, das Sommerfest und seit 2008 die Oldtimer-Ralley gehören zu den Vereinsveranstaltungen.
Zu den weiteren Aktivitäten zählen die Jacques Königstein-Stiftung, welche zu dem 25-jährigen Präsidentenjubiläum auf Königsteins Initiative von dem Elferrat für hilfebedürftige Aachener Mitbürger am 1. Januar 1954 gegründet wurde. Die Kunst- und Raritäten-Sammlung Crous erwarb der AKV 1993. Die gemeinnützige GmbH befindet sich seit 1996 in dem Alten Kurhaus. Seit 1979 betätigen sich die AKVer als Winzer mit neun mal elf, seit 2010 zehn mal elf Riesling-Weinstöcken auf dem Wingertsberg im Aachener Stadtgarten. Die Rebstöcke stammen von der Trierer Karnevalsgesellschaft Heuschreck und liefern seit 1982 circa 50 bis 70 Weißweinflaschen pro Jahr. Als Pacht (symb.111 Cent) erhält die Stadt Aachen für ihre närrische Ratssitzung am Fettdonnerstag elf Flaschen, die anderen werden zu Jubiläen und Auszeichnungen vergeben. Das Aachener Grünflächenamt pflegt und betreut die Rebstöcke. Nach der Traubenlese erfolgt die Traubenbearbeitung und Abfüllung auf dem Weingut Karthäuserhof in Trier-Eitelsbach, einem der einhundert besten Weingütern in Deutschland. Der Weinberg des AKV gilt als der nördlichste in Europa. Die Narrenauslese trägt den Namen Oecher-Heuschreck-Durchbruch und wird von den einen als sauer, von anderen als edel mit einer gewissen Süße bezeichnet.
Zu den befreundeten Vereinen gehören seit über 180 Jahren die KG Trierer Heuschreck, seit über 120 Jahren die Dülkener Narrenakademie, seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts die Narrengilde Ettlingen, die den AKV 1983 mit dem Narrenburnnenpreis auszeichnete und seit 1973 die schweizerEhren-Födlebürger der Stadt St. Gallen, die gegen Spießbürgertum angeht.
Präsidenten
- 1859-1863 Christian Felix Ackens, Kaufmann
- 1863-1868 Franz Schwan
- 1868-1871 Max Möller
- 1871-1873 Carl Theodor Küpper
- 1873-1880 Leopold Cornely
- 1880-1884 Peter Boehmer
- 1884-1887 Carl Theodor Küpper
- 1887-1891 Louis Gilljam, 1883 Prinz Karneval
- 1891-1893 Joseph Buchholz
- 1894-1899 Alex Weber
- 1900-1906 ohne Präsident
- 1907-1910 Louis Gilljam
- 1911-1914 Julius Thyssen
- 1914-1925 ohne Präsident
- 1925-1929 Julius Thyssen
- 1930-1939 Jacques Königstein, 1927 Prinz Karneval
- 1939-1947 ohne Präsident
- 1947-1968 Jacques Königstein, Ehrenpräsident, Dr. humoris causa 1948 Ehrendoktorwürde der Dülkener Narrenakademie, 1967 Narrenburnnenpreis der Narrengilde Ettlingen
- 1968-1971 Dr. Erich Servais, Wirtschaftsjurist und Hauptgeschäftsführer der Kur- und Badegesellschaft, Übergangspräsident mit Jacques Königstein als Sitzungspräsident der Ordensverleihung
- 1971-1984 Helmut A. Crous, Vizepräsident, Ehrenpräsident, Dr. humoris causa 1986
- 1984-1987 Jules Peters, alias Julius M. Peters (* 1931; † 8. Dezember 2011), Bauunternehmer, 1954 Prinz Karneval, seit 1951 AKV-Mitglied
- 1987-1997 Georg Helg, Kaufmann, 1960 Prinz Karneval, Ehrenpräsident, Ehrenminister des Trierer Heuschreck
- 1997-2003 Dr. Dirk von Petzold, Ehrenpräsident, Ehrenminister des Trierer Heuschreck, 1994 Narrenburnnenpreis, 2003 Dr. humoris causa , aktiver Karnevalist,
- 2004-2007 Dr. Dieter Bischoff, Rechtsanwalt, 1968 Prinz Karneval, Ehrenmitglied, seit 2008 Senator, Ehrenminister des Trierer Heuschreck
- 2007-2010 Horst Wollgarten, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
- 2010 Dr. Werner Pfeil, Rechtsanwalt
Orden
- Schwanen-Orden verliehen seit 1865 als Anerkennung für besondere Reden, benannt nach Präsident Franz Schwan, dem Stifter. Der älteste AKV-Orden ist eine silberne Medaille mit einem Schwan über dem eine Eule fliegt auf der Vorderseite. Im Jahr 1960 erfolgte eine Goldausführung. Dieser Wanderorden, es gibt nur ein Exemplar wird, für lebenslange Verdienste verliehen. Seit 1997 ist Georg Helg der Träger.
- Schwere Not Orden/Schwerenöterorden verliehen seit 1865 für den Elferrat, wegen ihrer Mühen/Schweren Not nach 11-jährigem Amt. Er zeigt wie eine Eule mit einer bezopften Perücke wegfliegt. Dieser Orden wird an einer vierfarbigen Schleife an der Brust getragen.
- Heuschrecken-Orden verliehen seit 1873 für Aktive, gestiftet von Carl Theodor Küpper (Präsident 1872-1873), benannt nach der in freundschaftlicher Beziehung zum Verein stehenden Trierer KG Heuschreck. Die Form des Ordens ist die einer Heuschrecke. Sie hält das Schriftband: Aachener Carnevals Verein.
- Windmühlen-Orden verliehen seit 1918, gestiftet von Friedrich Leopold Cornely (Präsident 1874-1880), eine der höchsten Auszeichnungen des Aachener Karnevals ist ein silberner Stern mit avers gekappter Mühle, den Initialen von Friedrich Leopold F.L. sowie der Devise Gloria tibi Dülken, eine Reminiszenz an die befreundschaftete Dülkener Narrenakademie. Mit dem Halsorden an einem orangefarbenem Band wurden Norbert Blüm und Freiherr Philipp von Guttenberg geehrt.
- Peter-Geulen-Verdienstorden verliehen seit 1928, gestiftet von Peter Geulen (Ehrenpräsident) zu seiner 55-jährigen AKV-Mitgliedschaft, insgesamt 11 mal verliehen.
- Peter-Geulen-Gedächtnisorden verliehen seit 1935
- Eulenspiegel-Orden
- Normalklasse Orden 1955
- Sonderklasse Orden 1955
- Jacques-Königstein-Kette verliehen seit 1955, gestiftet von Jacques Königstein als Anerkennung der besten karnevalistischen Sessiondarbietung (Büttenreden, Gesang, Parodie) ausgenommen Tanzvorstellungen. Wanderorden, jedoch nach zwei- oder dreimaliger Auszeichnung in Folge wird der Orden Eigentum.
- ORDEN WIDER DEN TIERISCHEN ERNST verliehen seit 1954
- Felixorden verliehen seit 1975 für außergewöhnliche Förderdienste, gestiftet von Ricardo Tassistro (Elferratsherr 1971-1984). Die Inschrift Semper Felix wünscht dem Träger Glück und ist zugleich eine Erinnerung an Felix Ackens, den ersten AKV-Präsidenten, der aus der Florresei austrat und den ACV gründete.
- Königsteinorden, verliehen seit 1988/89, elf Stück gestiftet von Jules Peters zu seinem 50. Geburtstag und J.Königsteins zehntem Todestag. Der Orden in Form einer silbernen Jakobsmuschel versinnbildlicht den Namen Jacques Königstein mit einer goldenen Eule auf dem oberen Rand und einem gekrönten Kieselstein in der Mitte. Er wurde bereits Elfmal vergeben.
- Jölde Hazz va Oche verliehen seit 1988, gestiftet vom Elferrat, eine nicht jährlich zu vergebende Ehrung für besondere Dienste.
- Ex-Prinzen-Orden verliehen seit 1992 zum 111-jährigen AKV-Jubiläum nach Mitternacht am Veilchendienstag.
o 25-jähriges silberne Zahl im Eichenkranz
o 50-jähriges goldene 50 im Eichenkranz
- Timotheus-Orden verliehen seit 1995, gestiftet von Wolfgang Tim Hammer (1997 Elferratsherr von Präsident Petzold) wird pro Jahr an drei Preisträger vergeben, die keine AKV-Mitglieder sind, den Verein aber ehrenamtlich unterstützt haben. Präsident, Geschäftsführer und Hammer treffen die Auswahl.
- Damen-Orden zur Festsitzung für die Damen der Mitglieder
- Herrenorden der Mitglieder
- Session-Orden
- Prinzen-Orden
Literatur
Thomas Töller: 150 Jahre Aachener Karnevalsverein gegr. 1859 e.V. 1859 Mit närrischem Frohsinn WIDER DEN TIERISCHEN ERNST 2009. Kuper Eschweiler 2009.
©RMS-Scriptorin, alias: Rosa-Marita Schrouff