Das fragt sich nicht nur das Wirtschaftsmagazin Markt und Mittelstand in seiner letzten Ausgabe. Dort wird gefordert, die Behörde Ersatzlos abzuschaffen und diesen beachtlichen Betrag für private Vermittler auszugeben. Die Erfolge in der Arbeitsmittlung sind insgesamt bescheiden, einzelne Lichtblicke wie die Vermittlung z.B. in Charlottenburg-Wilmersdorf sind eher die Ausnahme. Zwischen 70 und 400 Kunden betreut ein einzelner Arbeitsvermittler derzeit. Die vorgegebenen Quoten müssen erfüllt werden. Viele der Mitarbeiter haben befristete Verträge. Sie müssen tricksen, wenn sie ihren Job behalten wollen.
Die Bundesagentur für Arbeit wendet daher fragwürdige Methoden an, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen. Wer geladen ist und zweimal nicht erscheint zu Vorladungen, fliegt raus aus der Arbeitslosenstatistik. Wer krank ist, gilt ebenfalls als vermittelt und wird nicht mehr mitgezählt. Kurze Vermittlungen in Festanstellungen von unter 6 Monaten führen ebenfalls dazu, nicht mehr gezählt zu werden. Selbstständige sind häufig nur deshalb diesen Weg gegangen, weil sich eine passende Stelle nicht fand. Hausfrauen, Rentner und Schüler auf Lehrlingsstellensuche werden ohnehin nicht mitgezählt. Und wer in einer dieser fragwürdigen Weiterbildungsmaßnahmen steckt, wurde noch nie mitgezählt.
Die Vorgaben aus Nürnberg schreiben vor, dass ein Erstgespräch mit dem Arbeitsvermittler eine Stunde dauern sollte, jedes Folgegespräch eine halbe Stunde. Existentia (www.existentia-berlin.de) will wissen, wie es wirklich ist und belohnt jetzt in einer bis 31.3.2011 befristeten Aktion ihre Coachingkunden mit einer zusätzlichen Gratisstunde Gründercoaching in Buchhaltung oder Marketing in Berlin, wenn sie berichten, wie lange so ein Gespräch wirklich gedauert hat. Man darf gespannt sein. Frau auch.