3D-Smartphone
Nicht mehr nur bei Fernsehern und im Kino wird sie eingesetzt, auch bei Smartphones findet die 3D-Technik nun Verwendung. Die ersten 3D-Handys wie das Evo 3D von HTC, das im März auf der International CTIA Wireless in den USA vorgestellt wurde, und das Optimus 3D von LG, das zum ersten Mal im Februar diesen Jahres auf der Mobile World Convention zu sehen war, werden dieses Jahr in den Handel kommen. Doch was können die neuen
3D-Smartphones?
Das Evo 3D verfügt über ein 4,3-Zoll großes Display, einen 4 GB großen Speicher, der sich mithlfe einer microSD-Karte um bis zu 32 GB erweitern lässt, 1 GB Arbeitsspeicher und einen Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz. Dabei komm das neue Android 2.3 Gingerbread als Betriebssystem zum Einsatz. Das Optimus 3D verfügt ebenso über einen einem Zweikern-Prozessor, jedoch ist dieser auf nur 1 GHz getaktet und wird von Texas Instruments hergestellt. Es hat 8 GB ROM, ein 4,3 Zoll großes Display und wiegt 167 Gramm. Im Gegensatz zum HTC Evo 3D läuft das LG Optimus 3D nicht mit Android 2.3 Gingerbread, sondern noch der Vorgängerversion 2.2 Froyo.
Das Signifikante an beiden Smartphones ist, dass sie jeweils über zwei Digitalkameras anstatt einer Digitalkamera verfügen, mit denen man Fotos und Videos in 3D machen kann. Diese Fotos und Videos lassen sich auch direkt und ohne Brille mithilfe der 3D-fähigen Displays, mit denen die beiden Smartphones ausgestattet sind, anschauen. Der 3D-Effekt ist jedoch nicht vergleichbar mit denen auf der Kinoleinwand oder bei 3D-Fernsehern: Objekte fliegen nicht auf einen zu, sondern vielmehr hat es den Anschein als flößen sie aus dem Display heraus.
Ob sich die neuen 3D-Smartphones letzten Endes durchsetzen können, ist noch nicht gewiss. Dies wird erst ein endgültiger Smartphone Test des LG Optimus 3D und des HTC Evo 3D zeigen können. Fest steht, dass 3D-Smartphones nicht lebensnotwenig und nicht mehr als eine nette Spielerei sind. Schon die 3D-Effekte im Kino und auf 3D-Fernsehern haben dies bewiesen.
Auf der anderen Seite muss man sich vor Augen halten, dass die 3D-Technik noch in den Kinderschuhen steckt und dass wir deswegen nicht zu hart über sie urteilen dürfen. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Vielleicht werden wir alle in 20 oder 30 Jahren mit 3D-fähigen Smartphones durch die Gegend laufen. Außerdem darf man den ästhetischen Aspekt auch nicht aus den Augen verlieren: Auch wenn die derzeitige 3D-Technik noch nicht ausgereift ist, so wirken Filme in 3D dennoch irgendwie lebendiger und schöner.
Finn Hillebrandt