Ralph Petschat: Blaue Felder
Ralph-Joachim Petschat (geb. 1964 in Marburg/Lahn) ist durch seine collagierten Farbfeldbilder bekannt geworden. In seinen neuen Arbeiten löst er die Farbfelder von einem streng geometrischen, auf dem rechten Winkel basierenden Aufbau, Assoziationen an figürliche Darstellungen werden geweckt. In der Ausstellung sind sowohl neue als auch ältere Arbeiten zu sehen.
Petschat komponiert seine Bilder nach selbst gesetzten Prinzipien auf der Basis reduzierter, geometrischer Formen. Die Titel seiner Bilder beziehen sich häufig auf Situationen und Orte – etwa Städte –, die einen wichtigen Ausgangspunkt für das Lesen der Bilder bilden. Neben den streng reduzierten Formen sind es jedoch vor allem das Licht und die unterschiedliche Organisation von Farbflächen auf dem Bildträger, die den Werken ihre jeweilige Spannung oder Harmonie vermitteln. Diese aus der Farbfeldmalerei heraus entwickelte, ganz eigenständige Formensprache betont mittels des Lichtes im Hell und Dunkel die Gewichtungen im Bildaufbau. Dadurch wird eine atmosphärisch eindringliche Stimmung vermittelt, die ausgleichend, dynamisierend oder besinnlich wirkt. Lässt sich der Betrachter darauf ein, öffnen sich die Bilder, werden „begehbar", setzen Gedanken in Bewegung oder bringen zur Ruhe.
Petschat hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Malte Sartorius studiert. Er wird von der Galerie Depelmann seit 1998 vertreten.
Für das Projekt „KUBUSART" haben Künstler der Galerie das „kleine Format" auf die Seiten eines Würfels und somit in die Dreidimensionalität einer Skulptur übertragen.
Kathrin Symens