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3. Herz- und Gefäßtag in Köln-Porz zog über 600 Besucher an

Autor: RKZEHN | Erstellt am: 28.09.2010 | Gelesen: 884
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Neueste Medizinergebnisse von den Chefärzten des Krankenhauses Porz am Rhein

Krankenhaus Porz am Rhein
Krankenhaus Porz am Rhein
Mehr wissen als der eigene Hausarzt: Die weit über 600 Besucher des 3. Herz- und Gefäßtages in Köln-Porz können das nun getrost von sich behaupten. Denn was die sieben Mediziner des Krankenhauses Porz am Rhein da am Samstag, 25.09.2010, im Bezirksrathaus vortrugen, war teilweise so neu, dass selbst Fachleute aufhorchten.

„Die Wissenschaft weiß erst seit kurzem gesichert, dass Rheuma ein ähnliches Risiko für das Herz ist wie Diabetes", referierte Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Strunk, Chefarzt der Rheumatologie am Krankenhaus Porz am Rhein. „Chronisch-entzündliches Rheuma ist nämlich nicht nur auf Gelenke begrenzt, sondern fließt über das Blut durch den gesamten Körper, was dauerhaft die Gefäße und das Herz schädigen kann." Hier kann es z.B. zu einer Entzündung des Herzmuskels kommen.

Ein Wimpernschlag reicht, um Tausende Bilder vom Herzen zu machen

Um sich ein Bild über das Ausmaß einer solchen Erkrankung zu machen, helfen heutzutage modernste Computer-Tomographen (CT), die den Körper schichtweise abbilden können. Der Radiologe Prof. Dr. med. Dieter Beyer stellte deshalb auch die Neuanschaffung seiner Klinik vor – ein hochleistungsfähiger CT, der bundesweit neben der „Charité" in Berlin nur noch am Krankenhaus Porz am Rhein in Köln zu finden ist. „Mit unserem neuen Volumen-CT können wir in weniger als zwei Zehntelsekunden eine komplette Aufnahme des Herzens machen", sagt Prof. Beyer. Ein Wimpernschlag reicht also, um Tausende hochauflösende Bilder vom „Motor" der Körpers zu erhalten. Die Strahlenbelastung für die Patienten können die Porzer Mediziner mit dem neuen High-Tech-Gerät um beachtliche 90 Prozent reduzieren. Patienten aus ganz Deutschland kommen nach Porz und lassen sich von Prof. Beyer untersuchen. Aber eine Maschine, so Prof. Beyer, sei nur so gut wie die Menschen, die sie benutzen und ihre Bilder auswerten. Deshalb unterstrich der Radiologe die ausgezeichnete Zusammenarbeit seines Teams mit den Kardiologen und Gefäßchirurgen am Krankenhaus Porz am Rhein.

2,4 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Herzschwäche

Ein Kompliment, das der Kardiologe Prof. Dr. med. Marc Horlitz nur zurückgeben konnte. In seinem Vortrag machte er auf die Risiken einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) aufmerksam, an der in Deutschland gut 2,4 Millionen Menschen leiden. 250.000 Patienten werden mit dieser Diagnose pro Jahr stationär aufgenommen. „Die Hälfte der Patienten, bei denen eine Herzschwäche nicht rechtzeitig behandelt wird, verstirbt nach fünf Jahren", so Prof. Horlitz. Die Sterberate liege damit höher als beim Brust- oder Darmkrebs. Am häufigsten, nämlich in etwa 70 Prozent der Fälle, seien Engstellen an den Herzkranzgefäßen die Ursache für eine Herzschwäche. Am Krankenhaus Porz am Rhein werden diese Engstellen durch einen schonenden Eingriff in den drei neuen Katheter-Laboren der Klinik geweitet. „Anschließend implantieren wir an der ehemaligen Engstelle ein kleines Metallgitter, den sogenannten Stent, der mit einem Druck von bis zu 18 bar in die Gefäßwand eingepresst wird. Das ist ein extrem hoher Druck, wenn man vergleicht, dass auf einem Autoreifen ein Druck von nur 2 bis 2,5 bar herrscht", so Prof. Horlitz.

Vorsorge und regelmäßige Kontrolle ist entscheidend

Im Anschluss an die Vorträge konnten die Besucher des 3. Herz- und Gefäßtages ihre Halsschlagader kostenlos überprüfen lassen. Mitarbeiter der Klinik für Gefäßchirurgie am Krankenhaus Porz am Rhein unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Thomas May führten die Untersuchung durch. Die Klinik hat sich u.a. auf Aneurysmen, also ballonartige bzw. spiralförmige Aussackungen von Schlagadern im Körper spezialisiert. Werden diese krankhaften Veränderungen nicht behandelt, platzt das Gefäß in absehbarer Zeit und der Patient verblutet innerlich. „Deshalb ist es uns wichtig, Betroffene so früh wie möglich zu behandeln und Tests wie diese heute hier durchzuführen", sagt Dr. May. Die Vorsorge und regelmäßige Kontrolle sei entscheidend.

M. Raschke
 
 
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