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10 Jahre Com-Unic Unternehmensgruppe

Autor: alexseiler | Erstellt am: 10.09.2010 | Gelesen: 486
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - 10 Jahre Com-Unic Unternehmensgruppe unter dem Motto 'Lebenslanges Lernen und Zukunftsfähigkeit'

Urs Hauenstein, Vorstand IPF Multiverstiy, Alexander Seiler Ge-schäfstfüher und Inhaber Com-Unic Unt
Urs Hauenstein, Vorstand IPF Multiverstiy, Alexander Seiler Ge-schäfstfüher und Inhaber Com-Unic Unt
10 Jahre Com Unic Gruppe wurden am 3. September in Auditorium der Print Media Academy in Heidelberg gebührend gefeiert. Mit vier außergewöhnlichen Gastrednern, einer spannenden und wissbegierigen Festgesellschaft und zwei Minimenschen, die gelegentlich ihre deutlichen Kommentare abgaben. In seinen Begrüßungsworten wies Geschäftsführer Alexander Seiler auf die Zielsetzung seiner Unternehmensgruppe (etwa 30 Mitarbeiter) hin, die versucht, auf verschiedenen Ebenen Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzuführen in einer Zeit, in der der Einzelne zunehmend in den Hintergrund gerät. Mit dem Jubeldatum findet  zeitgleich eine Fusion mit der IPF-Multiversity (etwa 100 Mitarbeiter weltweit) statt, denn beide Unternehmen ergänzen sich in ihrer Zielsetzung ideal. Als erste Gastrednerin bekam die Abgeordnete des Europäischen Parlamentes für die Metropolregion, Franziska Brantner, das Wort.

Mit einer netten Anekdote aus ihrem schon jung begonnenen internationalen Lebenslauf wird dem Zuhörer klar, wie wichtig das Verständnis unter den Kulturen ist. Als sie die Schwedische Grüne Jugend besuchte, las sie auf vielen Schildern in schwedischen Supermärkten „500 g Franziska kosten Betrag X".  Sie stellte die Frage nach dem Produkt ihres Namens und erfuhr, dass sie auf Schwedisch „Schweinefleisch" heißt. Im Europäischen Parlament schließlich werden 20 Sprachen gesprochen und man kann sich unschwer vorstellen, wie enorm wichtig interkulturelles Verständnis und Lernen sind. Die Grünen-Politikerin nahm Staat und Unternehmen in die Verantwortung, den Menschen die Angst zu nehmen, sich international zu öffnen. Deutschland läge beispielsweise nur im Mittelfeld der im Ausland studierenden jungen Menschen.

Die aus den EU-Töpfen zur Verfügung stehenden Mittel zur Unterstützung von Bildung würden beispielsweise von deutschen Auszubildenden nicht abgeschöpft und fließen so an die EU zurück. Sie forderte das Auditorium noch augenzwinkernd auf, einem rumänischen Tischnachbarn besser nicht mit dem Glas in der Hand „Prost" zuzurufen, weil der dann nämlich meint, als „Dummkopf" beschimpft zu werden. Zweiter und ebenso spannender Redner war der Leiter der Personalentwicklung der Heidelberger Druckmaschinen AG, Dr. Klaus-Dieter Hohr. Er begann seine Ausführungen mit der Biographie einer Firmenangehörigen. Nach höchst erfolgreichem Schul- und Studienabschluss (Jahrgangsbeste) wurde ihr im Unternehmen schnell ein großes Projekt zur Betreuung anvertraut. In gewohnter Manier leistete sie hervorragende Arbeit, doch leider wollten kaum Kunden dieses Produkt kaufen. Sie erfuhr eine erste Niederlage und begann, ihr Leben neu zu überdenken.

Bei allem Karrierestreben fehlte ihr die „soziale Nahrung", das Einfühlen und empathische Wahrgenommenwerden der Mitmenschen. Dr. Hohr schilderte die schwierige Situation in den Unternehmen, einem zunehmenden Druck mit immer weniger Personal begegnen zu müssen. Damit wird das „wie Menschen miteinander umgehen" immer wichtiger. Er betonte den Ansatz von Com Unic, diese soziale Nahrung zu geben. Er stellte die Forderung, massive Veränderungen im Bildungssystem vorzunehmen und der Berufspraxis mehr Anerkennung einzuräumen. Er forderte den „Aufbruch in eine neue Gesellschaft" mit mehr menschlicher Begegnung. Urs Hauenstein, Vorstandsvorsitzender der IPF Multiversity, stellte an den Beginn seiner Ausführungen das Ziel seiner Unternehmung „Die Kunst im Leben zu lernen".

Auch sein Unternehmen hat sein 10jähriges Bestehen in diesem Jahr zu feiern und somit brachte er aus vielen Ecken dieser Welt Menschen mit, die ihre Grußworte persönlich übermitteln wollten. Eine Delegation aus dem Kosovo dankte 10 Jahre nach Kriegsende für die Zusammenarbeit mit IPF, auf Grund derer heute 21 Kindergärten und die Ausbildung von Erziehern an der Universität Prishtina ermöglicht wurden. Professor Ulrike Hohmann von der Universität Plymouth erzählte vom „lebenslangen Lernen" und Studenten, die dort parallel Beruf und Studium absolvieren können. Schriftliche Grüsse sendete Professor Roland Benedicter, Repräsentant der IPF Multiversity an der Universität Stanford, USA. Das IPF International College in Bozen, Meran – jüngstes Kind der Unternehmensgruppe - war durch eine Delegation vertreten und betonte den Ansatz der Erwachsenenbildungsförderung bedingt durch den demographischen Wandel.

Durch die Ansiedlung in Südtirol sehen sich die Mitarbeiter dort auch in einer „Brückenfunktion" zwischen Nord und Süd. Letzter Gastredner war dann Prof. Gerald Hüther, Neurobiologe an den Universitäten Göttingen und Mannheim sowie wissenschaftlicher Beirat von Com Unic. Bekannt in der breiten Bevölkerung unter anderem durch sein Projekt für ADHS-betroffene Kinder in den Bergen mit dem Ziel, die Medikamentengabe an diese Kinder einzuschränken. Prof. Hüther forderte das „Ende der Ressourcen-Nutzungs-Gesellschaft" zugunsten einer Entwicklung dahingehend, dass Menschen sich gegenseitig stärken. Eine Kultur, die es noch nie gegeben habe. Über das Einladen, Ermutigen und Inspirieren von Kindern werde das „selbsterfindende Lernen" der Kinder gefördert – ein ganz großes Ziel in der Kindererziehung.

Der charismatische Redner rief die Anwesenden auf, kleine Inseln zu bauen, wo Menschen sich wieder einladen, ihr Potential fortzuentwickeln. Das Geheimnis des Gelingens dieser Entwicklungen liege, so Prof. Hüther, zwingend in der Gemeinschaft. Diese Tendenzen würden von beiden Unternehmungen dynamisch unterstützt und so zog er die Schleife: Wir feiern ein 10-jähriges Jubiläum und gleichzeitig einen Aufbruch! Die am Beginn erwähnten Minimenschen, der wenige Wochen alte Sohn von Alexander Seiler und die wenige Monate alte Tochter von Franziska Brantner, werden hoffentlich von den menschen- und völkerverbindenden Entwicklungen profitieren.
 
 
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